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Zum Thema Museumsreform

Heuer wird`s also nix mehr mit ihr. Frühestens nächsten Sommer. Sagt die Frau Ministerin. Und erkürt sich Dieter Bogner zum Berater. Der ist jedoch ein bekennender Kritiker der derzeitigen Situation. Also könnte es ja eigentlich schneller gehen. Damit sie aber der Berater nicht so vorhersehbar berät, hat Ministerin Schmied noch zwei weitere Berater hinzu gezogen, Sabine Breitwieser und Martin Fritz. Von denen weiß man allerdings nicht so genau, wie sie beraten werden. Und um das ganze schon vorauseilend noch ein bisserl zu verkompromissen, gibt`s auch noch eine Arbeitsgruppe. Bestehend aus 40 (in Worten vierzig) weiteren Fachleuten. Die können und sollen dann auch noch mitberaten. Sollte nun Frau Ministerin Schmied eine Vorstellung, gepaart mit einem politischen Entscheidungswillen haben, wird`s mit 43 BeraterInnen schon etwas schwierig werden, diesen gemeinsam durchzusetzen. Sollte Sie aber nicht wissen, was sie tun soll, wird sie es auch nach einer rd. einjährigen Beratung von 43 Beratern nicht so genau wissen. Und dann wird sie entweder das machen, auf das sich die 43 langwierig und deshalb kompromissbereit geeinigt haben, selbst wenn das nicht unbedingt ihrer und ihrer Partei Vorstellung entspricht. Oder sie wird das machen, was sie und ihre Partei wollen. Egal wie die Empfehlungen der 43 lauten werden. Was man dann ja gleich hätte machen können. Mit einem fachkundigen Berater, meinetwegen auch mit drei. Und zwar nach ein paar ausführlichen Gesprächen innerhalb eines Monats. Irgendwie sollten wir in einem Land, in dem ein ehemaliger Bundeskanzler Politikervisionen dem Berufsstand der Psychiater zugeordnet hat, auf MinisterInnen verzichten, die ihre vom Volk aufgetragene Gestaltungs-, Verantwortungs- und Entscheidungskompetenz auf weit gefächerte Expertenkomitees delegieren. Ein gut verwalteter Beamtenstaat täts dann nämlich auch.

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