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Kurt Straznicky - Spieglein: Bodos Bild

Bodo Hell mag die Berge. Und die honigfarbenen Kunstharzobjekte von Kurt Straznicky in Form von Quadern, Platten oder Sehmaschinen, auf denen sich sparsame Spuren der Beziehung Mensch/Landschaft wiederfinden. Der Dichter hat sie kommentiert (in Form einer Lesung). Offenbar legt auch der Künstler Wert auf diesen Comment, weshalb er das Konterfei des Interpreten in einigen Arbeiten auch in Form eines bearbeiteten Stereofotos implantiert. Der Dichter spiegelt sich sozusagen in der Kunst. Und die Kunst spiegelt den Dichter, will jedenfalls nicht verzichten auf ihn. Ein heikler Punkt dieser Präsentation. Sicherlich, porträtieren will der Künstler den Dichter nicht. Dazu sind die teilweise zwei Ebenen umklammernden Objekte zu fein. Oder: nicht platt genug. Dennoch muss die sparsame, an Sprach-Bilder angelehnte Verknüpfung von Objekt und Betrachter Kurt Straznicky wichtig sein. Sie findet gleichmäßig statt als kürzel- und schemenhaftes fotografisches Einsprengsel - etwa in Form eines Schwimmers, einer Männerfigur, einer Skifahrerin, eines Landschaftszitats. Knicke in den ins Harz versenkten Fotos verankern diese, nahezu schwebend wirkenden, Bilder im Raum der Skulptur. Ob die Objekte dann Tische, Karyatiden, Doppelgläser oder Schädelknochen zitieren, ist zweitrangig. Das beträfe ja nur den skulptur- und fotografiebezogene Diskurs. Diese Immanenz aber will Straznicky überwinden: zugunsten einer sprachlich organisierten Begrifflichkeit mit Bildern, die als Zeichen fungieren.
Kurt Straznicky - Spieglein
10.09 - 16.10.2004

Galerie Atrium ed Arte
1070 Wien, Lerchenfelderstrasse 31
Tel: +43 1 522 87 38, Fax: +43 1 522 87 38-4
Email: atrium-ed-arte@t0.or.at
http://www.atrium-ed-arte.at
Öffnungszeiten: geschlossen


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