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Bank Austria Kunstpreis 2011

24.02.12

Mit insgesamt 218.000 Euro ist der Bank Austria Kunstpreis der höchstdotierte Preis für Kunstprojekte in Österreich.

Bei seiner zweiten Verleihung wurden Projekte aus Tirol, der Steiermark, Wien und Klageenfurt ausgezeichnet. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis für Kulturjournalismus ging an Irene Suchy von der Ö1 Kulturredaktion.

Als beste regionale Kulturinitiative (70.000 Euro Preisgeld) wurde das Tiroler Literaturfestival Sprachsalz ausgezeichnet, das mit seinem dreitägigen Programm das Ziel verfolgt, internationale Literatur von hoher Qualität bei freiem Eintritt einer breiten Zuhörerschaft nahe zu bringen und Autorinnen und Autoren eine Bühne für ihre Werke zu bieten. Dabei zeichnen vor allem die regionale Verbundenheit, die namhafte Gästeliste, die hohe Besucherfrequenz sowie die Tatsache, dass Sprachsalz auch speziell die Jugend anspricht, dieses Projekt aus.

In der Kategorie International teilen sich zwei Preisträger die 70.000 Euro Preisgeld: der Verein Rotor in Graz, der mit seinem Artist In Residence-Programm „Black Sea Calling“ zeitgenössische österreichische bildende Kunst mit jener aus dem Schwarzmeer-Raum verbindet. Dabei wird neun österreichischen Kunstschaffenden ein Arbeitsaufenthalt in neun Ländern rund um das Schwarze Meer ermöglicht. Im Gegenzug verbringen neun Künstlerinnen und Künstler aus diesen Ländern einen Aufenthalt in Österreich. Im Rahmen dieses Projekts entstehen 18 neue Kunstwerke, die anschließend in einer Gruppenausstellung in Österreich gezeigt werden, ehe die Ausstellung durch die Schwarzmeer-Region tourt.

Zweiter Preisträger in dieser Kategorie ist das Wiener Musikhaus Doblinger das engagiert junge österreichische Komponistinnen und Komponisten fördert. Einen Höhepunkt dabei bildete Doblinger’s „Initiative 2000“, ein Projekt, bei dem acht junge, damals noch unbekannte heimische Tonschöpfer bei Doblinger unter Verlag genommen und zahlreiche ihrer Werke publiziert wurden. 2011 wurde diese Initiative mit zehn weiteren Komponistinnen und Komponisten ausgebaut. Die Zuerkennung des Bank Austria Kunstpreises soll dabei helfen, eine weit über die übliche Verlagswerbung hinausreichende, internationale Vermarktungskampagne zu starten und somit die internationalen Chancen für junge, österreichische Komponistinnen und Komponisten zu erhöhen.

Die beste Kunstvermittlung (70.000 Euro Preisgeld) gibt es nach Ansicht der Jury im Kunstraum Lakeside in Kärnten. Im Mittelpunkt der Programmatik steht der kritische Diskurs um gesellschaftsrelevante Aspekte der Ökonomie. Ziel ist die Vermittlung und Konfrontation divergenter Perspektiven. Durch Ausstellungen, öffentliche Kunstprojekte, Vorträge, Diskussionen, Filmabende und Publikationen sowie Kooperationen mit einzelnen Instituten der Universität Klagenfurt arbeitet der Kunstraum an einer transdisziplinären Auseinandersetzung mit Fragen der Zeit und der Generierung einer entsprechend spartenübergreifenden Öffentlichkeit.

Für ihre Beiträge im Kulturradio Ö1 erhielt Irene Suchy den mit 8.000 Euro dotierten Preis für Kulturjournalismus. Die gebürtige Wienerin studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Violoncello. 1989 begann sie beim ORF Radio Ö1 als Redakteurin und Moderatorin zu arbeiten. Suchy war und ist unter anderem verantwortlich für „Apropos Musik - das monatliche Musikmagazin", Moderatorin und Gestalterin von zahlreichen Ö1-Sendungen, Live-Moderatorin im ORF Radiokulturhaus oder Veranstalterin eigener Salonkonzerte mit namhaften Künstlern. Neben ihrer journalistischen Arbeit beim Radio ist Suchy als Universitätslektorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst sowie als Autorin tätig und in diversen Gremien der Stadt Wien, des Landes Niederösterreich oder des mica-Vorstandes vertreten.

Ausschreibung zum Bank Austria Kunstpreis 2012

Gleichzeitig mit der Verleihung des Bank Austria Kunstpreises 2011 sind alle Kunst- und Kulturschaffenden eingeladen, ihre Projekte für den Bank Austria Kunstpreis 2012 einzureichen. Die Ausschreibungsunterlagen und weiterführende Informationen finden sich ab Mitte Mai unter kultur.bankaustria.at.

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