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Schade, dass das so ist in Wien – nur zwei kleine Beispiele

Manfred M. Lang, 28.09.09

Haben Sie die Kritiken über Matthias Hartmanns erste Burgtheaterinszenierung von Faust 1 + 2 gelesen?
Ziemlich zynisch und negativ was?. Da ist ja alles schlecht und vieles langweilig, da hat ja nichts funktioniert. Alles Negative wird sofort aufgezählt, vom Scheitern wird geschrieben und von Größenwahn.
Sicherlich am Ende der Berichte steht dann schon auch etwas Positives über die Inszenierung des zweiten Teils z.B. oder über den fulminanten Voss – naja wenn man fertig gelesen hat – die Conclusio – so schrecklich scheints ja nicht gewesen zu sein.

Da lese ich am Montag über die Art Albertina die FAZ-Kritik „Schwieriges Debüt“. Zu Beginn gleich ein ausführlicher Bericht über alles, was nicht funktioniert hat. Eine gewissenhafte Aufzählung der Aussteller die nicht gekommen sind. Und dann ab der Mitte des Berichts finden sich Formulierungen wie „die Art Albertina kann sich sehen lassen“ mit einem „Angebot auf hohem Niveau“, in einer „eleganten Kojengestaltung“.

Schade, dass jetzt auch schon die FAZ zuerst mit allem Negativen beginnt.
Jessas na – jetzt seh ichs erst – die Journalistin lebt ja in Wien. Na dann.

Vielleicht sollte man sich hier doch einmal zu Herzen nehmen, dass ein halb volles Glas besser ist als ein halb leeres.

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