Sieht ganz schön alt aus
Wolfgang Pichler, 19.02.09
Harlekins und Zauberer, sowie viele traurige oder verloren wirkende Figuren die einem Zirkus des frühen 20. Jahrhunderts entsprungen zu sein scheinen bevölkern die großformatigen Bilder von Bernhard Buhmann. Diese sind virtuos gemalt und zumeist auch sehr gelungen komponiert, nur fehlt ihnen zum Teil der spezifische Charakter, das Zwingende. Die Sujets sind poetische Reminiszenzen an eine vergangene Zeit, mit deutlichen Anleihen bei den metaphysischen Bildern von de Chirico. Die Leinwände erinnern mit ihren sorgfältig komponierten Arrangements aus Figuren, Möbeln und sich zwischen drapierten Vorhängen entfaltenden Landschaften allerdings auch an die akademische Malerei des 17. bis 19. Jahrhunderts. Dass Malerei auch Handwerk ist wurde in der näheren Vergangenheit oft zu Gunsten von ekstatischem Geniekult vergessen. Buhmann kann man diesen Vorwurf sicher nicht machen, er läuft mit seinen Arbeiten eher Gefahr ins biedere Altmeister-Eck gestellt zu werden.

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Strabag Artaward 08 - Bernhard Buhmann - Spielraum
23.01.2009 bis 20.03.2009





