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300 Kunst- und Kulturinstitutionen in Deutschland unterzeichnen die „Erklärung der Vielen“

Nach den ausländerfeindlichen Kundgebungen und Ausschreitungen in Chemnitz Ende August dieses Jahres und der recht offen zur Schau getragenen Kunst- und Kulturfeindlichkeit der in vielen deutschen Landtagen vertretenen Partei AfD und weiterer rechter Gruppierungen haben sich rund 300 Kunst- und Kulturinstitutionen in Deutschland zu einem Netzwerk gegen Nationalismus und Intoleranz zusammengeschlossen.


Den Beginn machte dabei die Berliner Erklärung der Vielen in der zum Widerstand gegen rechten Populismus und gegen die „Renationalisierung der Kultur“ durch rechte Gruppierungen und Parteien aufgerufen wird. „Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt“, steht am Beginn der Erklärung in der sich die Institutionen zum kritischen Dialog über rechte Strategien, zur Solidarität mit Menschen, die durch eine rechtsextreme Politik immer weiter an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden verpflichten. Die Institutionen hätten den Auftrag, die Gesellschaft als eine demokratische fortzuentwickeln und dürften rechten Gruppierungen kein Podium für völkisch-nationalistische Propaganda bieten.


Ähnlich lautende Erklärungen wurden auch von Kulturinstitutionen in Düsseldorf, Dresden und Hamburg unterzeichnet. In Hamburg wurde die Erklärung z.B. ergänzt: "Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind Alltag. Die extreme Rechte ist ein Symptom davon. Dieses Bündnis will nicht nur Symptome bekämpfen, sondern in die Tiefe wirken. Wir setzen uns deswegen mit den eigenen Strukturen auseinander und stellen diese zur Verhandlung. Wir müssen die Kunst- und Kulturräume sowie unsere Gesellschaft öffnen, damit wir wirklich Viele werden!"


Unterzeichnet haben die Erklärungen u.a. die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Berliner Festspiele, die Berliner Staatsoper, die Semperoper Dresden, der Kunstverein in Hamburg, die Kunsthalle Hamburg und das Lehmbruck Museum in Duisburg.


Mehr Information bietet die Website dievielen.de


 

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