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District Berlin Atelierstipendium 2018, I

Das halbjährlich vergebene District-Atelierstipendium 2018, I (Februar bis Juli 2018) wird projektbezogen ausgeschrieben: Wir suchen Künstler*innen oder Künstler*innenkollektive, die sich aus dekolonialen und feministischen Perspektiven mit der Student*innenbewegung im Deutschland der 60er Jahre beschäftigen wollen. Dabei steht die Sichtbarmachung der Rolle Schwarzer Student*innen und von Student*innen of Color in der damaligen Bundesrepublik im Fokus sowie die Dekonstruktion der weißen Narration dieses für die heutige Bundesrepublik so konstitutiven Moments.

Wenn sich 2018 das Jahr 1968 zum fünfzigsten Mal jährt, möchten wir dies zum Anlass nehmen, um die Produktion von Geschichte zu hinterfragen und die Bewegungen jener Zeit aus den Perspektiven ihrer anti-kolonialen, diasporischen, feministischen und Schwarzen Organisierungen (neu) zu erzählen. Der anhaltenden Marginalisierung dieser Geschichte(n) und ihrer sich bis heute fortschreibenden Widerstände und politischen Forderungen in den stetig reproduzierten Erzählungen von ‚68’ möchte der intersektionale Zusammenschluss des Projekts „Kunst der Revolte. Revolte der Kunst“ im Studierendenhaus Frankfurt und der Kunsträume District Berlin, Arsenal Gallery Poznan und alpha nova & galerie futura mit der Ko-Produktion künstlerischer Forschung und öffentlicher Auseinandersetzung unter dem Arbeitstitel Decolonizing 68 aktiv begegnen.

Das Atelierstipendium richtet sich an weiblich identifizierte, nicht binäre und Trans*-Künstler*innen und ist Bestandteil unseres Engagements in den Aufbau einer solidarischen künstlerischen Community. Entsprechend bietet das Atelierstipendium durch die transdisziplinären Studiogespräche und die Einbeziehung der Stipendiat*innen in das laufende Programm ein öffentliches Forum für die Reflektion, Weiterentwicklung und Vernetzung der Praxis von Künstler*innen.

Das von einer diversen Jury vergebene Stipendium beinhaltet die kostenfreie Nutzung des als ‚Satellit’ bezeichneten 15 qm großen Ateliers (als Arbeitsort) im District-Gebäude auf der Malzfabrik von 1. Februar bis 31. Juli 2018 sowie ein Budget von 3.500 Euro, geteilt in 2.000 Euro Honorar- und 1.500 Euro Produktionsmittel. Darüber hinaus erhält die Künstler*in oder das Künstler*innenkollektiv Unterstützung vom District-Team in Form kuratorischer Begleitung sowie organisatorischer Umsetzung und Kommunikation des Projekts.


Bewerbung
Zur Bewerbung eingeladen sind Ideen und Projekte, die sich in Form von künstlerischen Gesten – zum Beispiel Kartographierungen, Performances, Gesprächsreihen, Interventionen, Workshops, Präsentationen oder Publikationen – manifestieren.

Realisierungszeitraum
Februar 2018: Artist Talk bei District Berlin
April – Mai 2018: Format I bei Offenes Haus der Kulturen Frankfurt/Main,
Arsenal Gallery Poznan und District
Juli 2018: Format II bei District in Kooperation mit alpha nova & galerie futura

Bitte sendet eure Bewerbungsunterlagen bis Mittwoch, 13. Dezember 2017 an: 
Andrea Caroline Keppler, Kuratorin Studio Grant-Programm, studiogrant@district-berlin.com

Detaillierter Open Call auf der District-Website

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