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Nur nicht bewerben

Wenn sie allerdings z.B. bei unserer Frau Ministerin Schmied in Wirklichkeit nichts werden wollen, dann müssen sie sich unbedingt bewerben. Da flutschen die Chancen ins Bodenlose. Vor allem wenn sie ein bissl ein Masochist sind. Denn von unserer Frau Ministerin werden alle Bewerber affrontiert. Und in ihrem Umfeld lächerlich gemacht. Bei unserer Frau Ministerin genügt es einfach „in einem persönlichen Gespräch sein Interesse zu bekunden“. So einfach ist das. Und so sicher. Denn Bewerber sind bei unserer Frau Ministerin chancenlos. Das wurde uns wieder einmal nachdrücklich bestätigt. Mit der Bestellung des Herrn Strasser als neuen MuseumsQuartier-Chef. Der Herr Strasser ist vorschussbelorbeert sicher ein, wenn nicht vielleicht sogar der geeignete Mann. Also hat Herr Strasser, „der sich zwar nicht formell beworben hat“, um der Ausschreibung genüge zu tun, angeblich seine Bewerbung nachgereicht – vielleicht sogar rechtzeitig??? Aber es ist nach der Präsentation durch unsere Frau Ministerin doch zu schließen, nachdem Herr Strasser von seiner Wahl wusste. (Gegenteilige Beteuerungen werden selbstverständlich ungnädig entgegen genommen). Diese informelle Bewerbung (was immer das ist) ist hoffentlich formal zumindest deshalb erfolgt, damit die 29 formellen Bewerberinnen/Bewerber nicht wie gelackmeierte Idioten dastehen. So ist der Herr Strasser leider vorerst einmal vorzugsbemakelt. Könnte man unserer Frau Ministerin aber nicht einmal ernsthaft nahe legen, dass ihre ignorante Art langsam unerträglich wird, indem sie Ausschreibungen veranlasst und diese dann selbst oder cliquenherrlich ignoriert und ausschreibungsfern entscheidet, wer was wird in Opernhäusern, Akademien und Museen? Eben nur keiner, der sich beworben hat? Sehr geehrte Frau Ministerin das ist einfach Hochmut und kein ministerlicher Eigenverantwortungsmut. Ihre Vorgehensweise entspricht definitiv nicht einem sozialen Verhalten. Liebe Glossenleserinnen und –leser. Wie wärs wenn auch Sie einmal Stellung beziehen – mit Protest/Verwunderungsstatements ans Ministerium, mit Leserbriefen, mit Postings, mit Vernetzungen bei Facebook und Twitter usw. Es darf nicht nur Friends of Merkur geben – es muss dringend auch Friends of sich sinnlos Bewerbende geben. Man könnte einfacher auch sagen Friends of Transparenz.

Ihre Meinung

2 Postings in diesem Forum
Komment
D.Ehrlich | 05.09.2011 03:39 | antworten
Sg Herr Lang, ich glaub´s nicht oder bin ich nur doch nicht up to date informiert was die Wr. Kunstszene anlangt: Sie schrieben ein Herr Strasser habe sich beworben. Doch nicht etwa der Herr Ernst Strasser???? Da könnte man nämlich schon auf den Gedanken einer "packelei" kommen, oder? Stellt sich zumindest die Frage: hat die Frau Ministerin das nötig? Wenn ja, warum? Ich bitte Sie, Herr Lang doch um allfällige Richtigstellung, falls ich mich bezüglich der Identität des Bewerbers kräftig geirrt haben sollte. Danke. DE
Konkretisierung
Werner Rodlauer | 23.09.2011 09:18 | antworten
Es handelt sich beim neuen Leiter der Museumsquartier Errichtungs- und Bettriebsgesellschaft um Christian Strasser, früher Leiter des Kulturzentrums Posthof in Linz und zuletzt Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Linz

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