Werbung
,

Esculturas del Albertinum - Skulpturen aus dem Albertinum Dresden: Zwischen Göttern und Menschen

Das Albertinum in Dresden besitzt eine der wichtigsten Sammlungen antiker Skulpturen außerhalb Italiens, seit die römischen Sammlungen Chigi und Albani 1728 für den sächsischen Kurfürsten August den Starken erworben wurden. Eine ebenfalls bedeutende Zahl aus den gleichen Epochen hat der spanische König Philipp V. damals aus dem Besitz der Königin Christina von Schweden für die Königlichen Sammlungen in Madrid angekauft. Dass der Prado eine hervorragende Skulpturen-Sammlung besitzt, gerät angesichts seiner weltberühmten Malerei oft in Vergessenheit. Madrid zeigt mit dieser Ausstellung also dreierlei: einen Teil der Prado-Sammlung mit 20 Beispielen von der griechischen Klassik bis zur spätantiken römischen Kunst, die Dresdner Plastiken des Albertinums, das wegen Umbaus geschlossen ist und erstmals 46 Spitzenwerke auf Reisen schickte, und den Dialog dieser beiden kolossalen Meilensteine der Skulptur, die nach 300 Jahren wieder zusammengeführt werden konnten. Erstmals stehen die Statuen des Zeus und der Athena Lemnia vom Phidias aus Dresden und die monumentale Demeter-Skulptur aus dem Prado beieinander und zeigen im harmonischen Zusammenspiel ihre ganze Schönheit. Die Ausstellung ist in drei Teile gegliedert, die sich in der Wandfarbe der Säle symbolisiert. Die hellblauen Räume des ersten Teils stehen für Schönheit und Rationalität und zeigen römische Repliken der griechischen Klassik, eben die o.g. Götterbildnisse. Der zweite Teil – vor grünen Wänden – feiert die hellenistische Epoche unter Dionysos, dem Gott des Weines und der Ekstase. Hier windet sich die Dresdner Mänade in ekstatischer Verzauberung vor attraktiven Satyrn. Der dritte Teil in Dunkelblau ist römischen Porträts am Ausgang der Kaiserzeit gewidmet. Erstmals dem Publikum zugänglich ist der 15 Kilo schwere silberne Diskus (Missorium de Teodosio) aus der Königlichen Geschichtsakademie Madrids. Überlebensgroß die Statue der großen Herkulanerin. Bezaubernd die kleinen polychromen Terracotta-Figürchen dreier Frauen oder die römische Replik einer nachdenklichen Muse mit zusammengebundenem Pferdeschwanz aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. – so modern, als hätte die Zeit stillgestanden.
Mehr Texte von Clementine Kügler

Werbung
Werbung
Werbung

Gratis aber wertvoll!
Ihnen ist eine unabhängige, engagierte Kunstkritik etwas wert? Dann unterstützen Sie das artmagazine mit einem Betrag Ihrer Wahl. Egal ob einmalig oder regelmäßig, Ihren Beitrag verwenden wir zum Ausbau der Redaktion, um noch umfangreicher über Ausstellungen und die Kunstszene zu berichten.
Kunst braucht Kritik!
Ja ich will

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung

Esculturas del Albertinum - Skulpturen aus dem Albertinum Dresden
04.11.2008 - 12.04.2009

Museo Nacional del Prado
28014 Madrid, Paseo Prado
Tel: +34 91 330 28 00
Email: museo.nacional@museodelprado.es
http://www.museodelprado.es/
Öffnungszeiten: Mo-Sa 10-20h, So & Feiertage 10-19h


Ihre Meinung

Noch kein Posting in diesem Forum

Das artmagazine bietet allen LeserInnen die Möglichkeit, ihre Meinung zu Artikeln, Ausstellungen und Themen abzugeben. Das artmagazine übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der abgegebenen Meinungen, behält sich aber vor, Beiträge die gegen geltendes Recht verstoßen oder grob unsachlich oder moralisch bedenklich sind, nach eigenem Ermessen zu löschen.

© 2000 - 2026 artmagazine Kunst-Informationsgesellschaft m.b.H.

Bezahlte Anzeige
Bezahlte Anzeige
Gefördert durch: