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Zurück in die Zukunft

Man könnte es auch als den Weg zur neuen Bescheidenheit bezeichnen, wenn es um eine quantitative Betrachtungsweise gehen sollte. Oder kurz und bündig „Blockbuster ade“. Oder auch einfach „Neue Besen kehren anders“. Die KHM-Direktorin Sabine Haag will vermehrt und intensiv die Bestände des Hauses zeigen. Das ist gut so. Es gibt ja genug. Damit kann man jahrelang fachlich kompetente Ausstellungen mit faszinierenden zeigens- und entdeckenswerten Kunstschätzen zeigen und das Sammlungsimage des KHM weiter aufwerten. Im Gegensatz dazu steht natürlich der Wunsch von Frau Dir. Haag, dass vor allem die ÖsterreicherInnen vermehrt das KHM besuchen mögen. Das wird’s aber leider nicht spielen. Denn „wos ma ohnehin ham, brauch ma uns ja a net anschaun.“ Oder zumindest nicht gleich, oder nicht jetzt oder erst demnächst irgendwann einmal. Ohne internationale Megasellerkunsteventblockbusterausstellungen werden die bisherigen Besucherzahlen jedoch nicht zu halten sein. Aber das weiß die Frau Minister ja ohnehin – sie hat schließlich Frau Haag zur Direktorin bestellt und die hat ihre Vorstellungen sicherlich nicht verschwiegen. Also kann die politische Verantwortung nicht mehr so leicht in Abrede gestellt werden. Auch nicht mit einer notwendigen Finanzierungsverweigerung aus Geldmangel. Andererseits wird sich die Frau Minister die Fakten vielleicht wieder einmal zurechtbügeln. Wie im Fall des MAK, das laut Kulturbericht im Jahr 2007 einen Besucherrückgang von 10% hat obwohl lt. Minister Schmied „alle Häuser einen leichten Anstieg der Besucherzahlen verzeichneten“. Es lebe die subjektive Wahrnehmung.

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