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Ich bin eine männliche Feministin

Das könnte jetzt natürlich androgynal hinterfragt werden. Oder grammatikalisch. Oder einfach weihnachtlich. Denn hiermit oute ich mich als Gegner dieser wattehaarigen rotgewandeten Gesellen mit der versoffenen Nase und dem grenzdebilen Hohohogeheule. Ich gebe zu, dass es mir jederzeit ungeheure Freude bereiten würde, diese transatlantisch importierten fettleibigen Traditionsunholde mit ungeheuren Mengen honiggetränkter Lametta zu übergießen. Liebe Freundinnen und Freunde, liebe GeschäftsleutInnen und IndustriellInnen, liebe filialschmückende BankerInnen und BäckerInnen, liebe KreativInnen und sonstige WerbefritzInnen, liebe SchreiberlingInnen – habt ein Erbarmen, cancelt den hässlichen W.mann und lasst das Christkind meiner Kindheit wieder auferstehen. Dieses zarte, gütig lächelnde elfenflügelige Wesen, das trotz realer Unsichtbarkeit Kinderaugen glänzen lässt, weil es die Geschenke einfach selbstlos unter den Weihnachtsbaum zaubert, während das mütterliche Glöckchen leise bimmelt. Ich wünsche allen meinen Glossenleserinnen und –lesern ein heucheleifreies Weihnachtsfest. Ausgenommen sind selbstverständlich jene, die mit trotziger Aufrührerei behaupten, dass das Christkind ein Zumpferlträger ist.

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