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Branko Andric - Im Rahmen der Kunst. Am Rande der Politik: Das Herz am rechten Fleck

"Ich bin Muttis kleiner Sexueller"; so hieß der erste Gedichtband von Branko Andric, den er 1972 in Exjugoslawien herausgab. Provozieren im positiven Sinne - um Veränderungen in einer immer mehr Schwarz/Weiß denkenden Gesellschaft herzustellen - dies war des Künstlers Antrieb. Andric lebte und werkte in mehreren Umgebungen zugleich. Nichts ließ er unberührt um seiner Kunst "Treibstoff" zur Entfaltung zu geben. Wer war dieser jemand, der jeden und jede mochte, weil er die Menschheit liebte, aber die Tiefgründe der Bitterkeit des Zusammenlebens selbst stark an sich selbst erfuhr? Er wurde 1942 in der bis heute multiethnischen Vojvodina geboren, sozialisiert und starb 2005 auf dem Weg von seiner zweiten geliebten Heimat Wien nach Novi Sad an einem Autounfall. Andric trat in seiner Rolle des sozial-kulturellen Vermittlers als Maler und Zeichner, Musiker und Autor auf. Der Film war ebenso Teil seiner künstlerischen Praxis wie die Performance. Der Rahmen - das war ein zentrales Motiv der künstlerischen Arbeit von ihm. Sein Publikum, Betrachter oder einfache zufällige Beteiligte sollten sich immer "wohl" fühlen, nicht angewiesen, aber nachhaltig zum möglichen Um-/Denken angetrieben werden. Andric war Zeit seines Lebens kein politischer Aktivist, sondern nützte den ihm gebotenen Rahmen "der Kunst" als Ventil zur Verbindung. Wer die gelungene Ausstellung eines warmherzigen Menschen, die unter starker Hilfe seines gleichnamigen Sohnes zustande kam, sehen will, der beginne eine vielschichtige Auseinandersetzung/Reise durch die Nuancen der Mischfarben. Grenzen werden immer weniger, nur die Geistigen werden mehr - dies wollte Andric verbreiten.
Branko Andric - Im Rahmen der Kunst. Am Rande der Politik
19.10 - 02.12.2007

Aula und Ausstellungsräume der Akademie der bildenden Künste
1010 Wien, Schillerplatz 3
Tel: +43 1 58816-836
Email: info@akbild.ac.at
http://www.akbild.ac.at
Öffnungszeiten: täglich 11.00-18.00


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