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Lebenslang eingesperrt

Ein echtes Krimi-Opfer ist sie, die Nadja, ein attraktives noch dazu. Und trotz ihrer 88 Jahre noch erstaunlich frisch obwohl sie den größten Teil ihres Lebens eingesperrt war. Mehr als ihren Vornamen kennt man jedoch nicht. Emil Noldes Frauenportrait machte letztes Jahr Schlagzeilen, als es nach fast 30 Jahren wieder aus der Versenkung auftauchte. Ein älterer Herr brachte das Bild zur Polizei, nachdem er es auf dem Dachboden seiner verstorbenen Tochter gefunden hatte. Wie es aus dem Depot einer Freiburger Spedition, aus dem es zwischen 1977 und 1979 gestohlen wurde, dorthin gelangt, ist unklar. Der ursprüngliche Besitzer Ernst Rathenau hatte das Gemälde dort eingelagert, nachdem es den Krieg während der Emigration des Neffen von Walther Rathenau in einem Berliner Banktresor überdauert hatte. Am 12. Juni kommt das leuchtende Bildnis bei Ketterer in München zur Versteigerung. Als Erlös werden 1,2 bis 1,8 Millionen Euro erwartet. Einliefer sind Rathenaus Erben. Robert Ketterer hatte 2001 bereits die Rechte am Kunstverlag Ernst Rathenau erworben. Auktion 12. Juni ab 16 Uhr

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