Başak Şenova ist neue Chefkuratorin des KunstHausWien
Die aus Istanbul stammende Kuratorin, Autorin und Designerin Başak Şenova ist seit dem 1. August die Chefkuratorin des KunstHausWien. Sie folgt in dieser Position auf die Kuratorin Sophie Haslinger, die als Direktorin an das Fotomuseum Winterthur wechselt (⤇ das artmagazine berichtete).
Başak Şenova ist Kuratorin und Designerin und lebt und arbeitet seit 2017 in Wien. Ihre langjährige internationale kuratorische Praxis umfasst ein breites Spektrum an Formaten und Kontexten, von Biennalen und Museumsausstellungen über groß angelegte Langzeitprojekte und ortsspezifische Interventionen bis hin zu forschungsbasierten Initiativen und Klangkunstfestivals. Sie kuratierte unter anderem den Pavillon der Türkei bei der 53. Biennale di Venezia (2009) sowie den Pavillon Nordmazedoniens bei der 56. Biennale di Venezia (2015). Zu ihren weiteren ausgewählten Projekten zählen UNCOVERED (Zypern, 2011–2013), ihre Tätigkeit als Art Gallery Chair der ACM SIGGRAPH in Vancouver, die Helsinki Photography Biennial und Jerusalem Show VII: Fractures (2014), Lines of Passage auf Lesbos (2016), CrossSections (2017–2019), das sich in acht Ausstellungen in Wien, Helsinki, Stockholm und Rom entfaltete, die Eröffnungsausstellung von B7L9, Climbing Through the Tide, in Tunis (2019) sowie das Octopus Programme (2019–2022) sowie das internationale Forschungsprojekt Soil & Water (seit 2024) gemeinsam mit Johan Thom. Schreiben und Publizieren sind zentrale Bestandteile ihrer kuratorischen Praxis. Sie war unter anderem für Ibraaz, PASS, die Zeitschrift der International Biennial Association und Flash Art International redaktionell tätig sowie Mitglied mehrerer internationaler Beiräte. Als Gründungsmitglied der in Istanbul ansässigen Organisation NOMAD, die an der Schnittstelle von digitaler Kultur und zeitgenössischer Kunst arbeitet, initiierte sie zudem das Klangkunstprojekt ctrl_alt_del und Upgrade! Istanbul.
Şenova studierte Literatur und Grafikdesign, absolvierte einen MFA in Grafikdesign und promovierte in Kunst, Design und Architektur an der Bilkent University. Darüber hinaus nahm sie am 7. Curatorial Training Programme von De Appel in Amsterdam teil. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten entwickelte und leitete sie an der Universität für angewandte Kunst Wien die Fellowship-Plattform The Octopus Programme. Sie wird die Forschungsarbeit im März 2027 mit einer Buchpublikation abschließen und bleibt als Projektleiterin des Africa-UniNet-Projekts Thinking Soil & Water bis September 2028 mit der Universität verbunden. Dadurch entsteht eine Brücke zwischen dieser Forschungsinitiative und dem KunstHausWien.
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Abbildung © Başak Şenova
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