Kult goes Kunst
Wir Menschen sind Sammler. Gleichgültig ob es sich nun um Kunst oder sonstige Objekte von Antiquitäten, Bierdosen oder Zündholzschachteln handelt, gibt es Sammlerinnen und Sammler, die viel Zeit und teils erhebliche Geldsummen in ihre Liebhaberei stecken.
Nur wenigen ist bewusst, dass ein weltbekanntes Unternehmen, das in den letzten gut 70 Jahren eine Fülle von ikonischen Objekten für eine immer noch wachsende Schar an Sammler:innen produziert hat, seinen Sitz im oberösterreichischen Traun hat. Im Jahr 1927 erfand Eduard Haas ein kleines Bonbon aus gepresstem Zucker und Pfefferminzöl das er unter der Marke PEZ (abgeleitet aus PfeffErminZ) in kleinen Blechdosen verkaufte. Im Jahr 1949 gab es die ersten PEZ Spender, vorerst noch mit einer neutralen Kappe und dem Mechanismus, mit dem eines der Bonbons aus der länglichen Form herausgeschoben wurde. So richtig zum Kult wurden die PEZ Spender ab dem Jahr 1962, als diese erstmals mit den Köpfen der Disney-Figuren Mickey und Donald auf den Markt kamen. Der Rest ist, so sagt man, Geschichte, welcher PEZ nun zum anstehenden 100-jährigen Firmenjubiläum ein weiteres Kapitel hinzufügt: Erstmals kommt ein PEZ Spender auf den Markt, der von einem bildenden Künstler entworfen wurde.
Das Skurrile, Hintergründige und auch ein wenig Unheimliche ist seit vielen Jahren ein Markenzeichen für die Malerei des oberösterreichischen Künstlers Josef Florian Krichbaum. Seine Bildwelten sind bevölkert von überzeichneten Charakteren, mit denen Krichbaum seine Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen in seiner speziellen, an der Universität für angewandte Kunst bei Wolfgang Herzig entwickelten Maltechnik ausdrückt. Aus diesen Figuren entstanden vor einigen Jahren seine „Wächter“. Menschliche Wesen mit Helmen, die sich durch seitlich abstehende langgezogene Spitzen oder Antennen auszeichnen, sitzen beispielsweise im Wald und meditieren, oder sie beobachten Menschen und Tiere. Für Krichbaum sind sie an der Grenze zwischen Betrachtung und Schutz angesiedelt, aber man kann sich ihrer nicht so ganz sicher sein.
Eine ins Positive gewendete Form dieser Wächter bevölkern als „Kid-Guards“ seine jüngeren Arbeiten. Angelehnt an Traditionen von Comics und Buchillustrationen entwickelt Krichbaum eine fantastische Welt als Gegenpol zur aktuellen Lage in Politik und Gesellschaft. In seiner gleichzeitigen Auseinandersetzung mit Collectibles entstand dann die Idee, einen seiner Kid-Guards gemeinsam mit PEZ zu produzieren.
So entstand nun der erste PEZ Arts Spender in einer Auflage von 5.000 Stück der am 27. Mai in Wien präsentiert wurde. Dazu gibt es auch die klassischen PEZ mit Pfefferminzgeschmack in einer Hülle, die ebenfalls von Josef Florian Krichbaum gestaltet wurde. Einen Teil der Einnahmen aus der Edition spendet PEZ an die St. Anna Kinderkrebsforschung.
⤇ Den PEZ Spender von Josef Florian Krichbaum können Sie HIER bestellen.
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