Von der Waterloo Bridge zur Biennale von Venedig
Am 19. Juni startet die Contemporary Week im Dorotheum. Kunstwerke von der Klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst, Juwelen sowie Armband- und Taschenuhren umfasst das Angebot der Auktionen die bis zum 22. Mai abgewickelt werden mit einer kleinen Extension in das Feld der Editionen am 10. Juni.
Die Auktion Klassische Moderne ist mit 111 Losen bestückt von denen bei vierzehn Kunstwerken der obere Schätzpreis im sechsstelligen Bereich liegt. Allen voran steht das Pastellbild der Waterloo Bridge von Claude Monet das mit einem Schätzpreis von 300.000 bis 500.000 Euro zur Auktion kommt. Zwei Aquarelle von Egon Schiele sowie zwei Ölgemälde von Albin Egger Lienz finden sich ebenfalls in der Liste der Toplose dieser Auktion. Gustav Klimt, ebenfalls ein wichtiger Protagonist der Wiener Moderne ist mit vier Zeichnungen mit Schätzpreisen zwischen 20.000 und 70.000 Euro vertreten.
Im mittleren Preissegment zwischen 10.000 und 50.000 Euro befinden sich allesamt die Werke der wenigen Künstlerinnen die in dieser Auktion zu haben sind. Vielleicht kann ja diese Auktion dazu beitragen, den Marktwert von Greta Freist, Edita Broglio, Renée Sintenis, Gerhild Diesner und Sonia Delaunay etwas zu heben.
Bei der zeitgenössischen Kunst, wie immer geteilt in zwei Auktionen schafft es immerhin Martha Jungwirth ins Topsegment mit Schätzpreisen über 100.000 Euro. Angeführt wird diese Liste von Chris Ofilis Kombination der Spielkarte Pik (engl. Trump) und einem Portrait einer schwarzen Frau in dessen umfangreicher Materialliste sich auch Elefantendung findet. Eingearbeitet in das 243,5 x 182,3 cm messende Werk ist außerdem eine fluoreszierende Version für die Betrachtung unter UV-Licht. Den selben Schätzpreis von 300.000 bis. 500.000 Euro weist auch die 49 cm hohe Skulptur „Vater Staat“ von Thomas Schütte aus. Eine etwa vier Meter hohe Variante dieser Skulptur steht seit 2010 vor der Neuen Nationalgalerie in Berlin.
Neun Jahre ist es her, dass Anne Imhof mit ihrer performativen Arbeit Faust den deutschen Pavillon in Venedig bespielte und dafür den Goldenen Löwen erhalten hat. Spätestens seit damals gehört sie jedenfalls zu den gefragtesten zeitgenössischen Künstlerinnen. Von ihr kommt ein Siebdruck auf Leinwand aus dem Biennale Jahr 2017 zur Auktion für den 20.000 bis 30.000 Euro angesetzt sind. 50.000 bis 70.000 Euro sollte man mindestens für das Gemälde „Unklar“ der nicht minder renommierten Schweizer Künstlerin Miriam Cahn bereithalten. Natürlich kommen auch die österreichischen „Klassiker“ bei den Zeitgenossen zum Aufruf. Werke von Herbert Brandl, Arnulf Rainer und Hermann Nitsch, Hubert Scheibl, Gunter Damisch Franz West, Erwin Wurm gibt es zu ersteigern.
Bei der traditionell mit günstigeren Werken bestückten Auktion zwei der Zeitgenössischen Kunst kann übrigens schon jetzt online mitgesteigert werden.
Auktionstermine mit Link in die Online-Kataloge
⤇ Moderne: 19. Mai 2026, 18 Uhr
⤇ Zeitgenössische Kunst I: 20. Mai 2026, 18 Uhr
⤇ Zeitgenössische Kunst II: 21. Mai 2026, 17 Uhr
⤇ Important and Noble Juwels: 21. Mai 2026, 14 Uhr
⤇ Armband- und Taschenuhren: 22. Mai 2026, 13 Uhr
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