Erste Bank Kunstpreis 2026 geht an Ana de Almeida
Ana de Almeida arbeitet mit Fotografie, Video, Installation und Performance. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie die politischen Dimensionen von Erinnerung anhand archivbasierter Strategien, die persönliche und kollektive Geschichten miteinander verbinden. Im Zentrum ihres Ansatzes steht die Aktivierung vernakulärer Archive als Orte, an denen revolutionäres Begehren, die Weitergabe von Widerstand und die Herausbildung politischer Subjektivitäten erforscht werden. Ihre Arbeiten basieren auf einer fundierten und zugleich zugänglichen Recherche und zeichnen sich durch konzeptuelle Präzision, eine klare Methodik sowie ein konsequentes Engagement aus. Sie vereinen eine starke künstlerische und theoretische Tiefe mit einer klaren und überzeugenden künstlerischen Vision. In einer Zeit, die von umkämpften Geschichtsbildern und politischer Fragmentierung geprägt ist, kommt de Almeidas Arbeit besondere Bedeutung zu. Sie zeigt, wie persönliche Archivarbeit als Form politischer Handlungsfähigkeit wirken kann, indem sie kollektive Erinnerung neu formt und verdrängte Narrative wieder sichtbar macht. (Jurybegründung)
Der Erste Bank Kunstpreis ist ein langjähriges Kooperationsprojekt von DAS WEISSE HAUS und dem Erste Bank Sponsoring Programm. In seiner elften Ausgabe im Jahr 2026 wird der Preis in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum Budapest vergeben.
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und umfasst eine Ausstellung im DAS WEISSE HAUS sowie eine Residency und eine ortsspezifisch adaptierte Version derselben Ausstellung im jeweiligen Gastland.
Die Ausstellung im DAS WEISSE HAUS in Wien wird am 15. September 2026 eröffnet.
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Abbildung: Ana de Almeida, 2026 – © Igor Tyshenko
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