Die Hundert Wasser der Donau
Rund 121.000 Besucher:innen konnte das KunstHaus Wien im Jahr 2025 zählen, und das nicht nur in der Hauptausstellung mit den Werken von Friedensreich Hundertwasser. Neben den Ausstellungen von Mika Rottenberg (das artmagazine berichtete) und Julius von Bismarck (das artmagazine berichtete) konnte, so Direktorin Gerlinde Riedl, vor allem auch der Projektraum Garage mit seinem gratis zugänglichen partizipativen Programm bei einem jungen und nachbarschaftlichen Publikum punkten.
Das Jahr 2026 verspricht zwar ebenfalls wieder ein publikumswirksames Programm, doch die Stadt Wien musste auch beim KunstHausWien den Sparstift ansetzen und das zwingt zum sparsamen Einsatz der Ressourcen.
Nicht gekürzt wurde aber das Budget der zweiten Klima Biennale Wien, im Rahmen derer das KunstHausWien als Festivalzentrale fungiert. Vom 9. April bis 10. Mai gibt es ein dichtes Programm in vielen Locations der Stadt. Das KunstHausWien selbst schlägt die von Sophie Haslinger kuratierte Ausstellung „Seeds. Reclaiming Roots. Sowing Futures“ Brücken zwischen Kunst, Ökologie und Aktivismus. Im Zentrum der Ausstellung stehen Samen als Grundlage des Lebens. Zeitgleich eröffnet im Projektraum Garage eine Ausstellung des Institute of Queer Ecology die sich künstlerisch mit dem Thema Verlust auf unterschiedlichsten Ebenen auseinandersetzt – in Ökologie, Gemeinschaft und im Verhältnis von Mensch und Umwelt.
Im September wird sich das Künstler:innen-Kollektiv Futurefarmers dem Verhältnis von Wien und der Donau auseinandersetzen. Es ist ein kollektiv angesetztes partizipartives Projekt, das auch Gruppen miteinbezieht, die direkt in Kontakt zum Fluss stehen, wie etwa Schwimmvereine, Gemeinschaftsgärten, Imker:innen und Fischer:innen.
Das detaillierte Programm der Klima Biennale Wien wird am 23. Februar vorgstellt, weitere Programmpunkte sind aktuell zu finden auf ⤇ kunsthauswien.com.
Mehr Texte von Werner Remm
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