Das Museumsquartier wird 25
Am 29. Juni 2001 wurde das Museumsquartier, eines der größten Kulturareale weltweit feierlich eröffnet. Diesem Event vorangegangen waren gut 15 Jahre Diskussion über die ehemaligen Hofstallungen, die von 1719 bis 1723 am Rand des ehemaligen Glacis an der Geländekante zum heutigen 7. Wiener Gemeindebezirk unter Karl VI. errichtet worden waren.
Nach dem ersten Weltkrieg nutzte die Wiener Messe den Gebäudekomplex als „Messepalast“ bis 1995 für ihre Messeveranstaltungen und im Trakt an der Mariahilfer Straße war 1981 bis 2005 das Österreichische Tabakmuseum untergebracht.
Mit der Entscheidung der Stadt Wien, die Aktivitäten der Wiener Messe auf das Messegelände beim Wiener Prater zu verlegen, begannen auch die Überlegungen um die weitere Nutzung der Hofstallungen.
Nach einigen Jahren hitzig geführter und auch in den Medien ausgetragener Diskussionen um die Architektur der geplanten Museumsbauten und die weiteren anzusiedelnden Institutionen gab es schließlich 1990 den Beschluss des Bundesgesetzes zur „Errichtung einer Museumsquartier- Errichtungs- und Betriebsgesellschaft“ und 1997 den Spatenstich
Heute besuchen knapp 5 Millionen Menschen jährlich das Areal und die dort angesiedelten Kunstinstitutionen und mehr als 1000 Menschen arbeiten im Museumsquartier.
Das Jubiläumsjahr 2026 steht unter dem Motto „Generation MQ“ und blickt mit der großen Ausstellung „Vision und Widerstand“ zurück auf Planung, Umsetzung und Entwicklung des Areals. Ergänzend dazu fotografiert Elfie Semotan 25 Persönlichkeiten die das MQ mitgeprägt haben für die Jubiläums-Kampagne und Esel Lorenz Seidler öffnet sein Foto-Archiv über das Areal. Am 2. Juli gibt es ein großes Geburtstagsfest an dem sich auch viele Institutionen des MQ beteiligen.
Daneben gibt es wie schon in den letzten Jahren Ausstellungen im MQ Freiraum und der MQ Art Box, z.B. von Eva Seiler im Rahmen der Klima Biennale Wien und von Aldo Giannotti der in Dialog mit der Großen Jubiläumsausstellung tritt.
Die MQ Sommerbühne bietet ab Mai fast täglich ein Programm im Haupthof mit Performances, Konzerten, Lesungen und Talks.
Die legendären Enzis werden 2026 erstmals in zwei Farben, nämlich Punschkrapferlrosa und Sodazitrongelb, zum Entspannen einladen und die in den vergangenen Jahren probeweise in den „Treepods“ aufgestellten Stauden und Bäume dürfen endlich wieder in die Erde.
Mehr Texte von Werner Remm
Teilen
