Die Kunstmesse SPARK legt eine Pause ein
Jetzt reißt es auch die SPARK. Nachdem die viennacontenporary in der letzten Woche in ihrer bisherigen Form abgesagt wurde, gibt die Spark Art Fair bekannt, die eigentlich vom 20. bis 22. März geplante Ausgabe aussetzen zu wollen, um im Jahr 2027 wieder stattzufinden. In einer Presseaussendung heißt es: „In den kommenden Wochen setzt das Organisationsteam zudem einen breit aufgestellten Diskurs mit Vertretern aus Politik, Aussteller*innen, Künstler*innen, Sammler*innen, Institutionen, Wirtschaft und sämtlichen Stakeholdern in Gang. Ziel ist, den Kunst- und Kunstmessen Standort Wien neu zu denken.“
Managing Director Niclas Schmiedmaier erklärt, die Entscheidung zum Aussetzen in diesem Jahr sei das Ergebnis eines längeren Prozesses gewesen. Das Aus der viennacontemporary habe ihn und sein Team zu diesem Zeitpunkt auch überrascht. Die eigenen Planungen seien letzte Woche schon so weit fortgeschritten gewesen, dass die Übernahme des Septembertermins für dieses Jahr keine Option sei.
Dabei scheint gerade die jahrelange Konkurrenzsituation der beiden Messen einen Ego-Wettstreit der Macher nahezulegen. Schließlich hat die viennacontemporary bis zur nicht einvernehmlichen Trennung mehrere Ausgaben in der Marx Halle veranstaltet. Die Einführung der Spark Art Fair wird allgemein als Folge der Animosität zwischen Herwig Ursin, Pächter der Marx-Halle, und Dmitry Aksenov, seinerzeitiger Eigentümer der VC, gesehen. Anders als bei der Konkurrenz, gab es allerdings bei der SPARK diesmal keine Anzeichen für die Absage, schon gar nicht mit einer so kurzen Frist. Der Wiener Galerist und Vorsitzende des Galerienverbandes Martin Janda erklärt, er sei von der aktuellen Entwicklung überrascht, aber letztlich nicht erstaunt.
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