Viennacontemporary vor dem Aus
Die Viennacontemporary in ihrer bisherigen Form ist Geschichte. Die Webseite von Wiens wichtigster Kunstmesse führt als Mitarbeiter nur noch Markus Huber als Managing Director und Boris Marte als Chairman of the Board auf. Die Pressechefin Salomea Krobath hat ihren Abgang am gestrigen Mittwoch in einer Rundmail bekanntgegeben. Die Galerien-Beauftragte Fanny Zerz hat ihren Abschied bei Instagram öffentlich gemacht.
Zu einer offiziellen Stellungnahme war die Unternehmensleitung nicht bereit. Im Internet wirbt die Veranstaltung noch immer für ihren Termin Mitte September. Aus Messekreisen heißt es jedoch, dass die Viennacontemporary in der gewohnten Form der Zusammenarbeit von Messegesellschaft, Galerienverband und Stadt Wien nicht mehr stattfinden werde.
Der Galerienverband wurde von der Entwicklung wohl ebenso überrascht wie die Mitarbeiter der Messe. Verbandsvorsitzender Martin Janda erklärt auf Nachfrage, man werde sich zusammensetzen und alle Optionen erörtern. Zur Organisation einer eigenen Kunstmesse sei die Standesvertretung der österreichischen Galerien allerdings weder personell noch finanziell in der Lage.
Dmitry Aksenov, dem als Käufer der ehemaligen Viennafair und Gründer sowie ehemaligem Eigentümer der Viennacontemporary noch die Namensrechte gehören dürften, hat auf kurzfristige Nachfrage nicht geantwortet.
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Abbildung: viennacontemporary 2025, Foto kunstdokumentation.com
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