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Käthe-Kollwitz-Preis 2026 geht an Teresa Margolles

Die mexikanische Künstlerin Teresa Margolles (1963) wird mit dem Käthe-Kollwitz-Preis 2026 ausgezeichnet. Die Akademie der Künste ehrt mit dem Preis eine Künstlerin, die sich mit den sozialen Ursachen und Folgen von Tod, Zerstörung, Vertreibung, Diskriminierung, Elend und Gewalt auseinandersetzt. Bekannt ist sie vor allem für ihre Werke, die sich mit der sich rapide wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Lage Mexikos befassen und den damit verbundenen prekären Situationen, bedingt durch Kriminalität. Diese Auseinandersetzung steht exemplarisch für weltweite strukturelle Ungleichheiten in Gesellschaften, für steigendende Migration und Grenzkonflikte. Margolles bildet den Alltag ihrer Heimat ab, ohne jedoch ausdrücklich Spektakuläres sichtbar zu machen. Ihre Medien sind Fotografie, Installation, Aquarelle, Performance, Objekte und Sound.

Die Jury, bestehend aus den Akademie-Mitgliedern Rosa Barba, Alexandra Bircken und Raimund Kummer, überzeugten Margolles Werke, „weil sie die Emotionen vieler Menschen in singulären ‘Gesten’ anspricht. Die gebürtige Mexikanerin webt den Schmerz subtil in den Wahrnehmungsprozess. In der Gegenwärtigkeit des Wahrnehmenden werden anonyme Opfer von Gewaltsystemen zu virtuellen Agenten, ihre Stimmen bekommen in Margolles Werk einen signifikanten Platz“.

Der Preis, ein künstlerisches Projekt und/oder eine Ausstellung sowie die begleitende Publikation werden seit über 30 Jahren mitfinanziert von der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln.

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Abbildung: Porträt Teresa Margolles, Foto: Rafael Burillo

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