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Otobong Nkanga erhält den Finkenwerder Kunstpreis 2026

Otobong Nkanga erhält die höchstdotierte Kunstauszeichnung Hamburgs: den Finkenwerder Kunstpreis 2026.

Mit Einzelausstellungen im MoMA New York und der Tate Modern London oder der beeindruckenden Überblicksschau, die aktuell im Musée d'Art Moderne de Paris zu sehen ist, gehört Otobong Nkanga (geboren 1974 in Kano, Nigeria) zweifelsohne zu den international renommiertesten Künstlerinnen unserer Zeit. Davon zeugen auch ihre Beteiligungen an nahezu allen weltweit wichtigsten Kunstbiennalen wie der 58. Biennale di Venezia, der 14. documenta in Kassel und Athen, der 14. Sharjah Biennale oder der 36. São Paulo Biennale in diesem Jahr.

Im Zentrum von Otobong Nkangas Kunstpraxis steht die Beziehung des Menschen zur Erde und zu den Materialien, die er ihr entnimmt – von Pflanzen und Samen bis zu seltenen Erden und Mineralien. Ausgehend von der Annahme, dass keine Energie je verloren geht, sondern umgewandelt wird und in anderer Form weiterbesteht, beschreibt die Künstlerin in ihren Zeichnungen, Aquarellen, Installationen, großformatigen Wandteppichen und Performances Metamorphosen des Seins. Sie ist dabei kritische Beobachterin des Anthropozäns mit all seinen negativen Implikationen und zeigt zugleich auf, wie anpassungsfähig die Natur ist und dass die Erde am Ende auch ohne den Menschen weiter existieren wird. Durch ihre Auseinandersetzung mit indigenem Wissen sowie mit den Architekturen und Mythologien des afrikanischen Kontinents wirft Otobong Nkanga eine kritische Perspektive auf tradierte europäische Denkmuster und aktuelle politische Entwicklungen im globalen Norden – und setzt diesen eine Suche nach alternativen Ökonomien und Gesellschaftsformen entgegen.

Förderpreis für Leyla Yenirce

Leyla Yenirce (geboren 1992 in Qubîn, Kurdistan) hat 2022 bei Jutta Koether an der Hochschule für bildende Künste Hamburg ihren Masterabschluss gemacht und ist bereits mit dem Kunstpreis Berlin 2024 und dem ars viva Preis 2022 für ihr künstlerisches Werk ausgezeichnet worden. Ihr Arbeiten waren zuletzt u.a. im n.b.k., Berlin (2025), Museum Folkwang, Essen (2024), in den Deichtorhallen. Falckenberg Collection, Hamburg (2024) und in der Kunsthalle Münster (2024) zu sehen. Eine Einzelpräsentation im Landesmuseum Oldenburg ist für 2026 in Vorbereitung.

Die öffentliche Preisvergabe erfolgt am 21. Mai 2026 im Rahmen einer Ausstellung an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

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Abbildung: Otobong Nkanga, Foto: Wim van Dongen

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