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Papier im Kulissendepot

Was im letzten Jahr als Versuchsballon begann, könnte sich zu einem Fixpunkt im Wiener Messereigen entwickeln. Vom 13. bis 16. November findet die zweite Ausgabe der Paper Positions Wien statt. Nach dem Kursalon im vergangenen Jahr (⤇ das artmagazine berichtete) zieht die Kunstmesse für Kunst aus bzw. auf Papier dieses Jahr in eine der legendärsten Kunst-Locations der Stadt, in das Semperdepot, das ehemalige Kulissendepot, das heute das zur Akakdemie der bildenden Künste gehört. 38 Galerien aus 8 Ländern nehmen an der diesjährigen Ausgabe teil, davon 19 aus Österreich und 14 aus Deutschland. Immerhin erweist sich die kleine Spezialmesse mit einem Anteil von 50% an internationalen Galerien nach der viennacontemporary und der Spark Art Fair deutlich internationaler, als die anderen vielen Messen die übers Jahr in der Bundeshautstadt stattfinden. Die Liste der weiteren Länder, aus denen Teilnehmende nach Wien kommen konnte gegenüber der Premiere nochmals erweitert werden und umfasst nun Georgien, Frankreich, die USA, Litauen, die Türkei und Serbien. Neuzugänge sind etwa Friedrichs Pontone aus New York, AOA87; aus Bamberg und Berlin und die Galerie Bruno Massa aus Tiflis. Erstmals aus Wien dabei sind Sophie Tappeiner und die Galerie Dantendorfer.

Die besondere Architektur des Semper Depot mit dem vierstöckigen Prospekthof und der dahinter liegenden Säulenhalle verwehrt sich gegen das klassische Konzept der Messekojen. Die Organisatoren der Paper Positions wollen in der besonderen Architektur daher eine Präsentation, die eher einem Salon, als einer klassischen Kunstmesse gleicht. Die ausgestellten und käuflich erwerbbaren Kunstwerke sollen so stärker in Dialog treten können.

Wie gut das Konzept umgesetzt werden konnte und was das Medium Papier generell zu bieten hat, werden die Messetage (und unser kommender Bericht) zeigen.

⤇Tickets gibt es auf der Website und vor Ort

Paper Positions
Semperdepot, Lehargasse 8, 1060 Wien
⤇ paperpositions.com

Mehr Texte von Werner Remm

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