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Kunstpreis der Stadt Graz geht an das Künstler*innenduo Ruth Anderwald + Leonhard Grond

Der Kunstpreis der Stadt Graz wird seit 1986 alle zwei Jahre in Würdigung und Anerkennung des künstlerischen Gesamtschaffens auf dem Gebiet der bildenden Kunst an eine/n bildende/n Künstler*in vergeben. Der Kunstpreis der Stadt Graz ist ab 2020 mit Euro 15.000,- dotiert. 

Begründung der Jury:
Die Jury hat sich einstimmig für die Vergabe des Kunstpreises der Stadt Graz 2020 an Ruth Anderwald und Leonhard Grond entschieden. Seit Jahren fallen die beiden durch einen besonders produktiven analytischen Ansatz in ihrer Kunstproduktion auf. Aus der Fotografie und dem Experimentalfilm kommend, bearbeiten Ruth Anderwald und Leonhard Grond so konsequent wie kaum eine andere künstlerische Position in Österreich das Feld der künstlerischen Forschung in kreativen und kollaborativen Prozessen. Seit 1999 ein gemeinsam agierendes Künstlerpaar, untersuchen sie sowohl in ihren fotografischen und filmischen Arbeiten, aber auch in Ausstellungsprojekten wie etwa Taumel. Navigieren Im Unbekannten (Kunsthaus Graz und Ujasdowski Castle Warschau), in ihren kuratierten Filmprogrammen wie Hasenherz (Kulturzentrum der Minoriten, et al.) oder in ihren dokumentarischen und bildungspolitischen Arbeiten neue Ebenen.

In aktuellen Projekten wie etwa in den kurzen dadaistisch anmutenden Filmskizzen zum Umbau des Hauses für Geschichte in Wien oder einer höchst sensiblen Prozessbegleitung der Neuaufstellung der österreichischen Ausstellung im Memorial Center in Auschwitz-Birkenau, wie auch im nur scheinbar klassischen Vermittlungsprojekt Art Works! European Culture of Resistance and Liberation, beschäftigen sie sich fortwährend mit Formen des Erinnerns als aktive Form der Aufklärung und der Teilhabe an einer sich austauschenden Gemeinschaft. Sie schaffen es dabei nicht nur Gattungs- und Mediengrenzen zu Durchschreiten, sondern auch im Austausch mit Besucher*innen, Forscher*innen, Jugendgruppen und Kurator*innen institutionalisierte Prozesse für eine produktiv distanzierte (Selbst-)Wahrnehmung zu öffnen.

Video © Markus Mörth
Foto: © Kunsthaus Graz

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