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Zeichensprache

Wolfgang Pichler, 07.02.10

Es sind kleine, beinahe konstruktivistisch anmutende Tuschezeichnungen mit gesichtslosen BalletttänzerInnen als zentrales Gestaltungselement die der bisher für seine mehrteiligen großformatigen Zeichnungen und Installationen bekannte Künstler hier unter anderem zeigt. Präzise wie immer nur noch um einen Deut klarer, fokussierter und freier in der Ausführung und Thematik eröffnet sich das schier unendliche Oeuvre des 1978 geborenen Zeichners. Und trotz ihrer ungemeinen Ideenvielfalt und überbordenden Phantasie vermitteln diese Bilder niemals von einer anderen Welt zu sein. Vielmehr scheinen sie so etwas wie ein Zerrspiegel unseres alltäglichen (realen) Lebens zu sein, ohne ins karikaturistische oder illustrierende abzugleiten. Sie erzählen nicht und dennoch sprechen sie zu uns, sie fesseln zwar aber verlieren wird man sich kaum darin, halten sie doch stets gekonnt, eben so wie eine virtuose Tänzerin, das Gleichgewicht zwischen Identifikation und kritischer Distanz.

Aufgrund der schieren Anzahl der gezeigten Werke scheint es beinahe unglaublich, dass sich keine schwächeren Arbeiten in dieser Schau finden. Eine unbedingte Empfehlung und ideale Gelegenheit ein absolut singuläres Werk kennen zu lernen.


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