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Die Weite der Enge. Ursula Hentschläger, 22.09.07 2006 wurde mit PARAFLOWS ein lange überfälliges Wiener Festival für Digitale Kunst und Kulturen gegründet. Nun fand es zum zweiten mal statt und es hat sich erstaunlich entwickelt. Während im vorangegangenen Jahr kaum noch Publikum zu sehen war, tummelte sich bei der diesjährigen Eröffnung bereits die Szene und bildeten 2006 noch relativ unbekannte Locations den Rahmen der Ausstellung, wurde dieses Jahr der Flakturm des MAK am Dannebergplatz zur zentralen Spielstätte. Nun trägt dieser Ort in aller Stille die Beklemmung der Vergangenheit in sich und die Enge der Ausweglosigkeit wird durch die ausgewählten Arbeiten noch verstärkt. So findet sich ein Speicher, der Daten sammelt, sie aber nicht mehr freigibt ("ENDO” von Verena Yvonne Friedrich 2007) neben einem Laser, der eine Wand scannt, ohne die Daten zu speichern ("O.T.” von Grübl & Grübl 2000). Ein Labor wird zum Ort der Ungewissheit ("Setting 04” von Herwig Turk & Günther Stöger 2006) und bereits der Weg aus dem Lift führt in gleichermaßen hermetische wie verlassene Krankenhausgänge ("Level Five” von Hubert Blanz 2005). Bilder von Tschernobyl ("aion” von Jacob Kirkegaard 2006), Dokumentationen von Psychopannen ("Psych|OS” von ubermorgen.com 2005) oder aber verpixelte Unschärfe hinter Gittern ("Tlön” von Manuela Mark 2003): Bedeutungen werden angesichts des "UN SPACE”, des Nichtraumes, aufgehoben.
MAK-Expositur Gefechtsturm Arenbergpark
1030 Wien, Dannebergplatz 6 Tel: (+43-1) 711 36-231 Fax: 0043 1 711 36-227 email: office@mak.at http://www.mak.at Öffnungszeiten: derzeit geschlossen
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