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Tina Lechner: Zwischen Post-Moderne und Science-Fiction

Analoge Schwarz-Weiß-Fotografien zeigt die in St. Pölten geborene Künstlerin Tina Lechner in ihrer Ausstellung bei Sotheby's Wien. Geheimnisvoll verhüllt sie den Körper ihrer Modelle mit Arrangements, selbstgebastelten Kopf- und Körperbedeckungen und lässt somit Subjekt und Objekt zu einer Symbiose werden. Das Einsetzen von Licht und Schatten verwandelt die Figuren vielmehr in Skulpturen.

Der Blick scheint ins Weite gerichtet, manchmal blitzt ein entblößter Nacken oder Hals, der nicht von den Arrangements bedeckt ist, hervor. Hier bedient sich die Künstlerin eines kunsthistorischen Vokabulars einer klaren Formensprache, die so in den frühen 1920/30er Jahren dominierend war. Man fühlt sich gar an Kasimir Malewitschs Figuren oder an antike Skulpturen erinnert. Hatte man von der Frau, die zeitweise im Zentrum des Bildes stand, einst eine romantische Vorstellung als Muse oder Modell in der bildenden Kunst und Literatur, so wird diese Darstellung nun vollkommen negiert. Lechner abstrahiert in ihren Bildern jede Form des menschlichen Körpers und erzeugt Skulpturen der Post-Moderne. Die Transformation des Körpers lässt eine neue Form von Weiblichkeit entstehen, eine zwischen Science-Fiction und Lyrik.

Lechner schafft es in ihren Analogfotografien, dass Skulptur und Fotografie zu einem Ganzen werden. Sie interpretiert die Schwarz-Weiß-Fotografie neu und lotet ihre Grenzen aus.
Tina Lechner
13.10 - 23.12.2016

Sotheby`s Wien
1010 Wien, Herrengasse 5
Tel: +43-1-512 47 72, Fax: +43-1-513 48 67
http://www.sothebys.com/de/inside/locations-worldwide/vienna/overview.html
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 h

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