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Neues Studium für das Kunstrecht an der Donau-Universität Krems

In sechs Modulen von „Kunstmarkt“ über „Kunstpräsentation“ bis zu „Kunst im Streit“ vermittelt die Donau-Universität Krems ab März 2015 in dem neuen Zertifikatsprogramm „Kunstrecht“ kompaktes Spezialwissen für Personen, die im Kunst- und Ausstellungsbereich tätig sind.

Der Kunstmarkt ist längst zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden, insbesondere im Zuge der Globalisierung ist vieles in Bewegung geraten. Hinzu kamen in den vergangenen Jahrzehnten spektakuläre Fälle um Nachlässe, Raubkunst und illegalen Handel. Solche Kunstrecht-Fälle zeigen, dass Rechtskenntnisse für die AkteurInnen des Kunstmarkts zunehmend wichtig sind, um sich einerseits vor rechtlichen Gefahren wie etwa Haftungen zu schützen und andererseits Rechte erfolgreich geltend zu machen. „Die rechtliche Durchdringung des Kunstbereichs schreitet voran. Im Kunstbereich Tätige haben jedoch in der Regel kein juristisches Wissen. Kenntnisse des Kunstrechts, das eine Querschnittsmaterie darstellt, waren bis dato nur einem kleinen Personenkreis vorbehalten“, sagt Professor Thomas Ratka, Leiter des Departments für Wirtschaftsrecht und Europäische Integration an der Donau-Universität Krems.

Neuer Lehrgang startet im März 2015
Um dieses nötige Spezialwissen Personen, die im Kunstbereich tätig sind, zugänglich zu machen, bietet die Donau-Universität Krems ab März 2015 erstmals das berufsbegleitende Zertifikatsprogramm „Kunstrecht“ an. Bei diesem Kurzstudium (1 Semester) werden in sechs Modulen relevante Rechtskenntnisse an Kunstschaffende, KunsthändlerInnen und -sachverständige, MitarbeiterInnen in Museen, RestauratorInnen oder auch Art Consulter vermittelt.

Der Universitätslehrgang umfasst die Bereiche „Kunstschaffen“, der insbesondere für KünstlerInnen interessant ist. Das Modul „Kunstmarkt“ widmet sich dem klassischen Kunsthandel, in „Kunstpräsentation und Bewahrung“ werden Fragen zu Ausstellungen und Leihverkehr, zur musealen Sammlungsverwaltung aber auch zu Rechtsfragen rund um Restaurierung behandelt. Und in dem Modul „Kunst im Streit“ sind einerseits die Rückführung illegal ausgeführter Kunstwerke, die Restitution während des NS-Regimes und als Beutekunst enteignete Kunstwerke, aber auch die zivilrechtliche Rechtsdurchsetzung die Themen. Aktuelle Problemstellungen aller Bereiche werden abschließend in dem Praxisteil „Kunstdiskurs“ als Fallbeispiele für die Praxis gemeinsam mit den Vortragenden erarbeitet. Diese sind ausgewiesene ExpertInnen des Kunstrechts.

Der Lehrgang richtet sich an Personen mit abgeschlossenem Hochschulstudium oder gleichzuhaltender fachlicher Qualifikation. Die einzelnen Unterrichtsmodule werden berufsbegleitend in Krems absolviert.

Nähere Informationen unter: www.donau-uni.ac.at/kunstrecht

„KUNSTRECHT“, Certified Program
Dauer: 1 Semester
Start: März 2015
ECTS: 20
Kosten: 2.990 Euro



Ausstellungsansicht 'LUCAS BOSCH GELATIN', Kunsthalle Krems, 2011. Foto: Lisa Rastl
Siehe dazu auch die artmagazine Kritik

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