Ernst Franz Vogelmann-Preis an Franz Erhard Walther
10.08.10
Der mit 25.000 Euro dotierte Ernst Franz Vogelmann-Preis geht an Franz Erhard Walther. Der 1939 in Fulda geborene Künstler wird damit für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Die Jury der Heilbronner Stiftung würdigte Walthers „vollkommen neuen Umgang mit Skulptur“, der den traditionellen Material- und Werkbegriff der Kunst in grundlegender Weise verändert habe.
Franz Erhard Walthers zwischen 1963 und 1969 realisierter „1. Werksatz“ sei "ein Schlüsselwerk der deutschen Konzeptkunst", heißt es in der Begründung. Mit seinen in der Folgezeit entstandenen Arbeiten habe Walther in immer neuen Anläufen und Kombinationen die Begrifflichkeit von Skulptur weiterentwickelt. Mehr als drei Jahrzehnte leitete Franz Erhard Walter als Professor an der Kunstakademie Hamburg die dortige Bildhauerklasse, aus der so unterschiedliche Künstler wie Santiago Sierra, Jonathan Meese, John Bock oder Christian Jankowski hervorgingen.
Walther ist der zweite Künstler, der den Preis für Skulptur erhält. Ernst Franz Vogelmann war ein Mäzen der Städtischen Museen Heilbronn. Seit seinem Tod unterstützt die nach ihm benannte Stiftung die Arbeit der Museen; die Einrichtung stellt auch das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung.
Ab dem 2. Oktober 2010 ist in Heilbronn außerdem die neu erbaute Kunsthalle Voglemann zugänglich. Die Eröffnungsausstellung zeigt eine Auswahl der wichtigsten , zwischen 1965 und 1985 entstandenen Multiples von Joseph Beuys. Das Konvolut wurde 2007 von der Ernst Franz Vogelmann Stiftung Heilbronn für die Städtischen Museen erworben.


