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Räume und ihre Wahrnehmung

Alexander Lass, 04.06.10

Die Kunstwelt, die Kunstkritiker, der Kunstmarkt, die Kunstgeschichte – sie alle sind längst fertig mit Franz Graf. Sie haben ihn positiv abgelegt in einer eigenen Schublade. Als äußerst vielseitiger Künstler ist Graf an kein Medium gebunden. Sein Gesamtwerk von einer internationalen Qualität spiegelt sich auch in der großen „Gemeinde“ der StudentInnen die bei ihm absolvierten und ihrer Arbeiten wider. Seit dem 13-jährigen Bestehen galt die Meisterklasse von Franz Graf – irgendwo zwischen nicht-hierarchisch und anarchisch angesiedelt – als interessant „verrufen“. Unter der kuratorischen Leitung von Anna Ceeh bilden 91 Positionen das künstlerische Rückgrat der „Imaginären Franz Graf Klasse“ und animieren zur realen Auseinandersetzung.

Hier werden mittels Fotografie, neo-konzeptuellen Malereien, Objekten und sehr persönlich gehaltenen Installationen humorvoll, aber bestimmt und frech Fragestellungen im Umgang mit Rauminterventionen aufgeworfen und eine Botschaft immer wiederholt: „Es kann uns überall geben“. Ceeh subsumierte das Ausstellungsprojekt unter dem altgriechischen Begriff der Phantasmagorie, das ursprünglich „Versammlung“ bedeutete. In der Kunst versteht man darunter auch die Darstellung von „Trugbildern“, zum Beispiel in fantastischen Bildern. Als adäquate Lokation für die 13-wöchige Schau fiel die Wahl der Kuratorin auf das XPEDIT Kiosk - eigentlich etwas Anderes als ein reiner Kunstraum.

Dieser Ort ähnelt der Gesinnung der nichtimaginären, ehemaligen StudentInnen. Hier kann alles erwartet werden: Essen, Trinken, feinste Musik oder eben Ausstellungen. Die Grenzen zwischen Raum und Werk heben die KünstlerInnen vielfach auf: Sie integrieren die architektonischen Gegebenheiten und räumlichen Markierungen in ihre Konzepte; sie nehmen die vorhandene, alltägliche Umgebung auf und machen sich diese nach dem Grafschen Lehrprinzip zu Eigen. Ein anspruchsvolles Rahmenprogramm unterstützt den Anspruch der 91 Charaktere, als „nicht-hierarchisch und anarchisch“ gelten zu können.


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XPEDIT Kiosk
1040 Wien, Schleifmühlgasse 7/3
Tel: +43 1 585 40 77
email: kiosk@xpedit.at
http://www.xpedit.at
Öffnungszeiten: Mo-Mi: 11.00 - 02.00 Uhr Do: 11.00 - 03.00 Uhr Fr: 11.00 - 04.00 Uhr Sa: 10.00 - 04.00 Uhr So + Feiertag: 10.00 - 01.00 Uhr


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Neuerlicher Versuch, ein Gemälde von Lucian Freud zu finden weiter

 

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XPEDIT Kiosk
Die imaginäre Franz Graf Klasse

17.03.2010 bis 08.06.2010

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