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Liebe Freundinnen und Freunde des artmagazine,
Rettet die Richtigen!
Was muss in Zeiten wie diesen nicht alles gerettet werden. Die lahmende Weltwirtschaft von den 20 wichtigsten Industrienationen, die SUV-aufgedonnerte Modellpalette von General Motors vom Amerikanischen Präsidenten, die Ost-engagierten Österreichischen Banken von Regierung und Steuerzahler und der quotengeplagt-unterfinanzierte ORF von den Herausgebern heimischer Zeitungen und Zeitschriften - zumindest ideell. Gleichzeitig stellen sich Museen und Ausstellungshäuser auf sinkende Budgets ein und KünstlerInnen darauf, dass sich ihre ohnehin prekäre finanzelle Situation in nächster Zeit keinesfalls bessern wird.
Ist es wirklich die Aufgabe der Politik, verkrustete Strukturen und Unternehmen mit einer falschen Produktpalette zu erhalten, bloß weil sie so groß sind? Könnten nicht wirkliche Investitionen in Kreativität, Kunst und natürlich Bildung die Weiterentwicklung unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems viel besser sicherstellen? Wären ernsthafte Überlegungen dazu nicht mehr wert als ein Foto mit Barack Obama?
Wir geben die Hoffnung nicht auf und haben wir für Sie wieder unsere aktuellsten Artikel für diesen KunstNEWSletter zusammengestellt.
Maria Lassnig - MUMOK
"Es ist sicher, ich male und zeichne nicht den `Gegenstand` Körper, sondern ich male Empfindungen vom Körper.", lässt Maria Lassnig zu ihren Bildern verlauten. Die Jubiläums-Retrospektive zur 90 Jahre-Junggebliebenen kann auch mit erstmals gezeigten, großformatigen Bildern aufwarten. Noch zu sehen bis 17. Mai 09 im MUMOK. Zu empfehlen ist auch das Rahmenprogramm inklusive Filmen. Verlassen Sie sich nicht auf den Osterhasen – gewinnen Sie mit artmagazine.cc
1 x freier Eintritt / 2 Personen + 1 Katalog
2 x freier Eintritt /2 Personen ins MUMOK
zur Ausstellung "Maria Lassnig - das neunte Jahrzehnt"
Senden Sie Ihr Teilnahmemail mit dem Betreff: MUMOK_Lassnig an newsletter@artmagazine.cc. Verlosung ist am Montag dem 20. April 2009.
Wir wünschen viel Freude beim Lesendes KunstNEWSletters!
Werner Rodlauer
Vierzig Jahre - Rainer Metzger
Ich bin zornig - Manfred M. Lang
Hamburger Kunsthalle: MAN SON 1969. Vom Schrecken der Situation: Die Blumen des Bösen - Peter Kunitzky
Saatchi Gallery: Unveiled: New Art from the Middle East: Das Neue im Rampenlicht - Margit Neuhold
Zentrum Paul Klee: Traum und Wirklichkeit. Zeitgenössische Kunst aus dem Nahen Osten: Die Wüste staubsaugen - Marianne Wagner
Galerie nächst St. Stephan: Isa Melsheimer - Land aus Glas: High & Low - Manisha Jothady
Galerie Fotohof: Minimumzwei: Gruppenbild mit Dame(n) - Johanna Hofleitner
Galerie Ernst Hilger: Jiri Kolar - Objekte und Collagen: Ei auf Schlitten - Nina Schedlmayer
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman: John M Armleder - Sunny side up, over easy and soft boiled: Ästhetische Ironie - Ivona Jelcic
Galerie im Taxispalais: Stefan Löffelhardt - Tal Grund / The Valley Floor: Seelenmüll, recycelt - Ivona Jelcic
Startgalerie im Museum auf Abruf: Markus Dressler - French, music and washing extra: In der weiten Welt des Zitats - Wolfgang Pichler
Kunstmuseum Bern: Tracey Emin - 20 Years: Mehr als ein Bett - Sylvia Mutti
O.K. offenes Kulturhaus Oberösterreich: Biennale Cuvée - Weltauswahl der Gegenwartskunst: Am Rand: Die Kunst der Gegenwart - Stephan Maier
Winiarzyk: Karine Fauchard - Étude Pour un Intérieur: Außen nach Innen, Innen nach Außen - Alexander Lass
KW Institute for Contemporary Art: VORSPANNKINO - 54 Titel einer Ausstellung: Reines Vorspiel - Peter Kunitzky
Galerie Ulysses: Markus Prachensky - Korsika Bebop: Prachensky bleibt Prachensky - Wolfgang Pichler
Signieren 1
Wenn man, wie die meisterlichen Zeiten der Metaphysik, davon ausgeht, dass Gott der größte Künstler ist, Deus Artifex, dann ist das Kainsmal der Beginn des Signierens. Seither gibt es, Ihr werdet sein wie Gott, ein unermüdliches Hinterlassen von Namen und Zeichen, ein Markieren und Abdrücken des Ich-war-da und Ich-bin-der-Urheber. Jeder Mensch ein Künster, und von der gotisch angehauchten Majuskel auf Pisanellos Georgs-Fresko in Sta. Anastasia zu Verona, mittels der sich ein Zeitgenosse des 15. Jahrhunderts unsterblich gemacht hat, bis zu den Tags der Graffiti-Verteiler, die die Brachen überwuchern, ist das Bedürfnis nach Reviersicherung ubiquitär. Die erste Kreuzigungsdarstellung, angebracht in den römischen Katakomben, ist bekanntlich eine Karikatur. Und sie ist ein Graffito, rasch hingeworfen von einem Spötter des Frühchristentums.
Saatchi Gallery, Zentrum Paul Klee, Galerie Ernst Hilger, Startgalerie im Museum auf Abruf: English summary April 1-5 - Liz Wollner-Grandville
KW Institute for Contemporary Art, Galerie Ulysses, Kunstmuseum Bern, Gallery Winiarzyk: English summary March 23 - 29 - Liz Wollner-Grandville  |  | KulturKontakt Austria - 20 Jahre kultureller Dialog
www.kulturkontakt.or.at/20
VEREIN(T)
Bis 2003: KulturKontakt Austria, Büro für Kulturvermittlung und ÖKS Österreichischer Kultur-Service
© Lucia Nimcová, Milkmaids, 2008 |  |
Signieren 2
Am vergangenen Freitag wurde im Wiener Rathaus die Hinterlassenschaft eines speziellen Signierers gesichtet. Joseph Kyselak war ein kleiner Beamter unter Kaiser Franz I, gestorben ist er 1831 im Alter von gerade 32 Jahren an der Cholera, doch vorher hatte er sich noch literarisch verewigt. Es gibt einen touristischen Bericht von ihm, "Skizzen einer Fußreise durch Österreich", der soeben, herausgegeben von Gabriele Goffriller, bei Jung und Jung wiederaufgelegt worden ist. So unermüdlich Kyselak unterwegs war, so beflissen hat er seinen Namenszug appliziert, an Felswände und Ruinen, aufgemalt oder eingeritzt und ihn dabei dunkel hinterlegt, dass er hervorblitze, Nomen est Omen, aus dem Gleichmut der Natur. Der Kaiser hat seinen Untertan einst zum Rapport bestellt, und angeblich hat Kyselak auch im imperialen Büro mit seinem Schriftzug quittiert. So zumindest zeigt es "Wanns sich thun ließ, schrieb er seinen Namen hin", der Film, den Chico Klein im Jahr 2007 gedreht hat, eine historische Dokumentation mit Spielszenen und Ausgriffen in die Gegenwart, der ebenfalls, nachdem er bereits im ORF und bei 3sat gezeigt wurde, im Rathaus zu sehen war.
(Markt)Objekt der Woche: Service "Meteor" von Kolomann Moser bei Kovacek - Margareta Sandhofer
Signieren 3
Die Ausgriffe in die Gegenwart, die Kleins Film sehr wichtig sind, übernehmen Sprayer, die ausführlich zu Wort kommen und sich naturgemäß erfreut zeigen über den ungeahnten Prätendenten in der Geschichte. Natürlich hat Kyselak etwas mit den Graffiti-"Künstlern" gemein, und wenn es nur das Manische ist, das dazu geführt hat, dass noch heute knapp zwanzig seiner Markierungen sichtbar sind - nicht auszudenken, wie viele das um 1830 gewesen sind. Anders als die Tags von heute sind Kyselaks gute Namen sehr überlegt verteilt, an pittoresken Stellen und an Points de Vue, an Räumen mit Aussicht und prominenten, von einem Genius Loci beschützten Orten, als wäre er eigenhändig der Autor dieser Szenerien. Kyselaks Sensibilität griff vor, wo später der Denkmal- oder der Landschaftsschutz aktiv werden. Kyselak ist Biedermeier, die Welt ist ihm Garten, doch wie bei Stifter droht diese Überzeugung schon hier ideologisch zu werden; so übersetzt er die Träumereien eines einsamen Spaziergängers in die Realität des Vormärz mit ihren Beflissenheiten und ihrem Systematisierungswahn. Die Rasanz, mit der er die österreichischen Gegenden absolvierte, und der Eifer, mit dem er Namenszüge hinterließ, entsprechen der Einsicht, dass das Idyll nicht mehr zu retten ist.
Residenz Salzburg 2009:Ein Quäntchen Optimismus - Olga Kronsteiner
Helen Levitt 1913 - 2009 - Nina Schedlmayer
Signieren 4
Eine der schönsten Arbeiten Ian Hamilton Finlays ist platziert am Furka-Hotel in der Innerschweiz. Finlay, der das 18. Jahrhundert in die achtziger Jahre transferieren wollte, der ebenso Alexander Popes Maxime "All Gardening Is Landscape Painting" beherzigte wie die Dialektik der Aufklärung, Finlay hat hier 1987 vor grandiosem Panorama und unendlicher Weite einen Stein ausgelegt, der eine Signatur trägt. Nicht "Finlay" steht allerdings drauf, sondern "Hodler". Finlay ist Künstler, ein typischer Künstler der Achtziger, und statt des Narzissmus des Selbstmeinens pflegt er die Referenz, die weite Perspektive auf Tradition und Theorie seines Metiers. Also Ferdinand Hodler, der das Gebirge ins Propagandabild bannte als Garanten eines Lebens in Reform und Erhabenheit.
Tagestipps zu Ausstellungen und Veranstaltungen finden Sie täglich auf www.artmagazine.cc
Vernissagenübersicht Deutschland (bitte klicken)
NEU!
Vernissagenübersicht Schweiz (bitte klicken)
Vernissagen Österreichvom6. bis 19. April 2009
NIEDERÖSTERREICH
Kunstmühle Dornau - Mühlsteinstube Leobersdorf
Lebende Steine. Meister-Bildhauer aus Simbabwe
8 Apr 2009 18:00
09.04.2009 - 30.05.2009
Berndorf AG Berndorf
COMPANY.
17 Apr 2009 17:30
18.04.2009 - 01.05.2009
Kunstverein Baden Baden
Martin Osterider On Journey
17 Apr 2009 19:00
18.04.2009 - 24.05.2009
Galerie am Lieglweg Neulengbach
Traude Bodo - Schöpfungsgeschichte
18 Apr 2009 17:00
19.04.2009 - 30.05.2009
OBERÖSTERREICH
Landeskulturzentrum Ursulinenhof Linz
Gemeinschaftsausstellung der Club der Begegnung-Künstler
14 Apr 2009 19:00
15.04.2009 - 02.06.2009
SALZBURG
UBR Galerie Salzburg
Reality Check
8 Apr 2009 19:00
09.04.2009 - 16.05.2009
UBR Galerie Salzburg
Stephen Mathewson
8 Apr 2009 19:00
09.04.2009 - 16.05.2009
Holzpavillon im Zwerglgarten/Mirabellgarten Salzburg
Anna Höpfl - Art in Silk
16 Apr 2009 19:00
17.04.2009 - 08.05.2009
Galerie Eboran Salzburg
Elisabeth Schmirl - ... als du denkst
16 Apr 2009 19:00
17.04.2009 - 08.05.2009
STEIERMARK
Grazer Kunstverein Graz
Le Troisième Lieu - Der Dritte Ort
7 Apr 2009 19:00
08.04.2009 - 06.06.2009
Kunsthandel Bachlechner Graz
Siegfried Amtmann - Purismus
17 Apr 2009 19:00
18.04.2009 - 15.05.2009
TIROL
Galerie Bernd Kugler Innsbruck
Patrycja German
17 Apr 2009 00:00
18.04.2009 - 23.05.2009
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck
Julia Bornefeld
18 Apr 2009 12:00
19.04.2009 - 30.05.2009
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Igor Sacharow-Ross
Portrait
© David Ertl
Kunstraum Dornbirn | VORARLBERG
Kunstraum Dornbirn
Igor Sacharow-Ross - Nicht gefiltert
16 Apr 2009 20:00
17.04.2009 - 07.06.2009
WIEN
Fotogalerie Wien
(De)Konstruktionen
6 Apr 2009 19:00
07.04.2009 - 06.05.2009
Kunsthalle Wien project space
Gert & Uwe Tobias - zurück nach vorwärts zu
7 Apr 2009 19:00
08.04.2009 - 21.06.2009
Galerie Rienössl
W. Juliana Wechner, Ondrej Kucera - Verwandte Landschaften
8 Apr 2009 19:00
09.04.2009 - 17.04.2009
Galerie der Freischaffenden
Steinskultpuren, Bronzen und Zeichnungen von Ben Siegel
9 Apr 2009 19:00
10.04.2009 - 24.04.2009
Temporäre Galerie
Max Haselberger - „Alles dreht sich im Kreis“ (Reflexionen von 1997-2009)
10 Apr 2009 19:00
11.04.2009 - 29.04.2009
Galerie Lehner
Franz Ecker - Figur - Farbe - Raum
14 Apr 2009 18:00
15.04.2009 - 16.05.2009
Galerie Hartmann
Moritz Hoffmann - Farbtrabanten
14 Apr 2009 19:00
15.04.2009 - 09.05.2009
MAK
Meiji. Japan um 1900
14 Apr 2009 19:00
15.04.2009 - 04.10.2009
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Andreas Decker
Teekanne mit Stövchen,
Silber, Hildesheim, 1996
Foto: Hugo Maertens Bruges
© WAGNER:WERK
Museum Postsparkasse
|  | Andrea Auer
The White Tube,
Kunststoffkabel
Foto: Daniela Beranek
Galerie V & V
|  | Agnieszka Kalinowska
Emergency Exit, 2005,
8:14 min loop,
Multi-channel variable
video installation
© Agnieszka Kalinowska
MUMOK |  | Franz West, Liège
Foto: Zugmann
Freud Museum | Galerie Ariadne
Alfred Graselli, Barbara Klampfl - Giotto
14 Apr 2009 19:00
15.04.2009 - 02.05.2009
WAGNER:WERK Museum Postsparkasse
Deutsches Silber nach dem Bauhaus - Die Sammlung Vic Janssens
15.04.2009 - 23.05.2009
Artefakt
Aya Swoboda
15 Apr 2009 18:00
16.04.2009 - 28.04.2009
Sotheby`s Wien
Rita Nowak - On Rococo
16 Apr 2009 17:00
17.04.2009 - 30.05.2009
Galerie V&V
Andrea Auer - The White Tube
16 Apr 2009 18:30
17.04.2009 - 23.05.2009
MOYA - Museum of Young Art
Liu Xiuming - Visionäre Wirklichkeit
16 Apr 2009 19:00
17.04.2009 - 06.05.2009
Fortuna-Galerie
Magisches Mali - Kunst & Kunsthandwerk aus Westafrika
16 Apr 2009 19:00
17.04.2009 - 30.06.2009
Galerie Vor Ort
Schaubar - Barbara Pipan, Michaela Göltl, Ulli Klepalski
16 Apr 2009 19:00
17.04.2009 - 15.05.2009
MUMOK Museum moderner Kunst
Agnieszka Kalinowska - Draughty House
16 Apr 2009 19:00
17.04.2009
Ehemalige Ankerbrotfabrik
unORTnung V
17 Apr 2009 19:00
18.04.2009 - 19.04.2009
Sigmund Freud Museum Wien
THE SIGMUND FREUD MUSEUM CONTEMPORARY ART COLLECTION
18.04.2009 - 04.06.2009
Signieren 5
War Kyselak also ein Künstler? Jedenfalls keiner wie Finlay. Die Komplexität des Wirklichen ist ihm passiert. Selbst gestaltet hat er nur ihre Reduktion. Dann eher ein Künstler wie Mondrian. Vielleicht war er doch in erster Linie Beamter. Und was er hinterließ Aesthetics of Administration.
Der nächste KunstNEWSletter erscheint am 20.04.2009
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