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CaixaForum Madrid: Die Sparkasse bereichert die Kulturmeile

Nach der Eröffnung der modernen Anbauten im Prado und im Reina Sofía-Museum, sorgt für wirkliche Freude das brandneue Kulturzentrum der katalanischen Sparkasse, la Caixa, das zwischen den beiden genannten Museen angesiedelt ist. Die Schweizer Architekten Herzog und de Meuron haben in kurzer Zeit ein stillgelegtes Elektrizitätswerk vom Ende des 19. Jahrhunderts aus- und umgebaut und in ein attraktives Zentrum für Vorträge, Kongresse, Ausstellungen, Konzerte und Workshops verwandelt. Dort, wo einst eine Tankstelle stand, befindet sich jetzt ein freier Vorplatz, der zur Einweihung mit den Skulpturen Igor Mitorajs lockte. Eine der seitlichen Hauswände wurde von oben bis unten bepflanzt und wird ständig bewässert – ein Werk des französischen Botanikers und Fassaden-Künstlers Patrick Blanc, das mit dem gegenüberliegenden Botanischen Garten korrespondiert.

Die Architekten haben die rötliche Backsteinarchitektur mit einem Aufsatz aus rostbraunen Metallplatten und filigranen Rastern gekrönt. Eine waghalsig freischwebende Gebäudeecke überdacht den Eingangsbereich. Im Inneren führt ein metallisch verschalter Aufgang zum ersten Stock und von dort durch einen seitlichen Durchgang in ein imposantes Treppenhaus. Ganz in Weiß gehalten wickeln sich die Stufen mit einer ungleichmäßig gestalteten und nicht hohen Ballustrade über acht Stockwerke, wobei sich, je höher man kommt, je mehr der Innenschacht öffnet. Der Blick von oben hinab in ein reflektierendes Wasserbecken eröffnet ästhetische Perspektiven, die eine perfekte Harmonie aus vergangenem Art déco und moderner Nüchternheit aus weißem Beton bilden.

Das Caixaforum ist ein Beispiel für das gelungene Zusammenspiel von architektonisch reizvoller Hülle und kulturellem Auftrag. Die Sparkasse bietet Konzerte mit klassischer Musik oder Flamenco, Filmzyklen, Konferenzen und Seminare zu Europa oder Operetten. Die bisherigen Ausstellungen – auf 2000 Quadratmetern großzügig gestalteter Flächen - zeigten die moderne Kunstsammlung der hauseigenen Stiftung, religiöse Werke aus den Uffizien, den Jugendstil-Meister Alphonse Mucha, im Sommer kommt aus Barcelona die große Ausstellung über Charles Chaplin. Ein Programm, das viele Bevölkerungsschichten und Altersgruppen ins Museum lockt.

Im obersten Stock befindet sich ein Restaurant, das auch Mittagsmenus bietet. Die großzügigen Öffnungszeiten, täglich 10 bis 20 Uhr, der freie Eintritt, die ausgezeichnete Verkehrsanbindung und die privilegierte Lage zwischen Thyssen-Bornemisza, Prado und Reina Sofía haben das Kulturzentrum in kurzer Zeit zum Publikumsmagneten gemacht.

(28014 Madrid, Paseo del Prado, 36, geöffnet täglich, außer 25.12., 1.1. und 6.1.)
http://obrasocial.lacaixa.es/centros/caixaforummadrid_es.html

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