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Art & Antique: Jubilare nach dem Jubiläum

Als letzte der Wiener Kunst- und Antiquitätenmessen tritt die Art & Antique Hofburg an, um in der langsam aufkeimenden Weihnachtsstimmung das vorwiegend österreichische Publikum zum Besuch und zum Kauf zu begeistern.
51 Jahre zählt die Kunstmesse nun schon und erfreut das Publikum mit weitestgehend gleichbleibend hoher Qualität. Messeleiterin Alexandra Graski-Hoffmann sieht die Art & Antique als „Leistungsschau des österreichischen Kunsthandels“, auch wenn nicht alle heimischen Leistungsträger einen Messestand in der Hofburg belegen.

Nach dem Jubiläumsjahr der Messe 2018 sind es dieses Jahr vier Jubilar*innen, die besondere Aufmerksamkeit erhalten. Allen voran natürlich Maria Lassnig, die am 9. September ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte. Mit der zentral in ihrem Messestand präsentierten großen Leinwand „Le jeu du destin“ aus dem Jahr 1999 weist Kovacek & Zetter eindrücklich auf die noch bis Ende November laufende Ausstellung mit Werken der Künstlerin in der Galerie im ersten Wiener Gemeindebezirk hin.

Am 8. Dezember begeht Arnulf Rainer seinen 90. Geburtstag. Der mit elegantem rotem Samt tapezierte Messestand der Galerie Ruberl bietet den feierlichen Rahmen für die Solopräsentation des „Über-Malers“, der natürlich auch auf weitern Messeständen zu finden ist, etwa bei der Galerie 422 aus Gmunden. Arnulf Rainer war auch Vorbild für einen weiteren Jubilar, der bei der Galerie Artecont/Artemons Contemporary: Der 1939 in Celje im ehemaligen Jugosjawien geborene Drago Julius Prelog, der mit seinen Prelographien einen sehr individuellen und einzigartigen Stil entwickelte. Ein österreichisches Multitalent feierte dieses Jahr ebenfalls seinen 90. Geburtstag: Arik Brauer. Der Sänger, Dichter, Bühnenbildner und letzte lebende Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus ist bei der Galerie Weihergut mit seinem Jedermann-Zyklus vertreten.

Die Bedeutung der Wiederentdeckung von Künstlerinnen die an der Wende vom 19. Zum 20 Jahrhundert gearbeitet haben, ist auch auf der Art & Antique zu spüren. Kolhammer & Mahringer zeigen neben Marie Egner Werke der 1856 in Triest geborenen Leontine von Littrow die, obwohl zeitlebens an der Adria beheimatet, enge Kontakte zur Wiener Künstlerinnenschaft und besonders zu Olga Wisinger-Florian pflegte. Wisinger Florian, die geschäftstüchtige Starmalerin ihrer Zeit ist bei Giese und Schweiger ein großer Bereich des Messestandes gewidmet. Die Galerie Hieke, die sich schon seit vielen Jahren um Künstlerinnen des frühen 20. Jahrhunderts kümmert, konzentriert sich diesmal auf Helene Funke die, ebenso wie Wisinger-Florian, von Littrow und vielen weiteren Mitglied in der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs war die übrigens heute noch existiert und ein zeitgenössisches Programm zeigt. Den Künstler*innen der Wiener Werkstätte widmet die Galerie bei der Albertina - Zetter aktuell eine umfangreiche Ausstellung (-->das artmagazine berichtete). Für die Art & Antique hat sie eine Auswahl arrangiert, die auch bedeutende Künstlerinnen der Kleinplastik, wie Vally Wieselthier, Kitty Rix und Susi Singer umfasst.
Zwar wohl nicht von einer Künstlerin gemalt, dennoch ein herausragendes Beispiel früher Kunst ist ein weibliches Mumienporträt bei Christoph Bacher Ancient Art. Im selben Saal, bei Panarte zu finden ist eine Portraitfotografie von Ingrid Bergmann aus der Serie der Fotobelichtungen auf Peddigrohr der Österreicherin Ilse Haider.

Auch nach einem halben Jahrhundert bleibt die Art & Antique die wichtigste Messe für den heimischen Kunst- und Antiquitätenhandel auf hohem Niveau.

Art & Antique
09 - 17.11.2019

Wiener Hofburg
1014 Wien, Eingang Heldenplatz
Tel: 0043 1 587 12 93, Fax: 0043 1 587 12 93 - 20
Email: office@mac-hoffmann.com
https://www.artantique-hofburg.at
Öffnungszeiten: 11 - 19 Uhr


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