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Julian Charrière erhält den GASAG Kunstpreis 2018

Der Preisträger des GASAG Kunstpreises 2018 steht fest: Die Jury hat sich für den in der französischen Schweiz geborenen und in Berlin tätigen Künstler Julian Charrière (*1987) entschieden. Die von der GASAG initiierte Auszeichnung wird im kommenden Jahr zum fünften Mal in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergeben. Die Partner ehren mit dem Preis alle zwei Jahre eine herausragende künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik. Vorherige Preisträger waren: Susanne Kriemann (2010), Tue Greenfort (2012), Nik Nowak (2014) und Andreas Greiner (2016).


Julian Charrière entwickelt nun für die erste große Halle der Berlinischen Galerie eine Ausstellung, die im Rahmen der Berlin Art Week 2018 eröffnet wird. Der GASAG Kunstpreis umfasst neben dieser Präsentation auch einen Katalog sowie ein Preisgeld.


Charrière befasst sich mit der Wechselwirkung von Mensch und Natur. Sein Interesse gilt der Frage, welche Auswirkungen das Eingreifen des Menschen in die komplexen Beziehungsgefüge zwischen Lebewesen und ihrer Lebensräume hat. Seine unterschiedlichen Praktiken beziehen sich auf Konzepte und Begriffe von Natur in Wissenschaft und Philosophie, die er befragt und in seinen Werken untersucht.


Die Jury überzeugte die Ernsthaftigkeit und Stringenz, mit der Charrière als noch junger Künstler seinen Weg geht. In seinen zahlreichen Projekten sucht Charrière nicht nur den Austausch mit international operierenden Wissenschaftsinstitutionen. Es gelingen ihm zugleich künstlerisch überzeugende Lösungen, die komplexen Inhalte in eine schlüssige Dramaturgie und immer auch intuitiv erfassbare Bildsprache zu übersetzen.


Charrière arbeitet mit vielen führenden wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Zu diesen gehören unter anderem das National Nuclear Center of the Republic of Kazakhstan, die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, das Bundesamt für Landestopographie swisstopo, das Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam, das Deutsche GeoForschungsZentrum Potsdam, das Institut für Mikrobiologie der Humboldt-Universität zu Berlin oder das Museum für Naturkunde Berlin.


Charrières Arbeiten sind zurzeit in folgenden Ausstellungen zu sehen: Viva Arte Viva - 57th Venice Biennale in Venedig; Le Rêve des formes im Palais de Tokyo, Paris; Produktion. Made in Germany Drei im Sprengel Museum, Hannover; und Tidalectics im TBA21-Augarten in Wien.


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Abbildung: Courtesy Dittrich & Schlechtriem, Berlin

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